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Stürmen, wohnen ſollen. Nur das Werk gedeiht, was in Hinblick auf Gott, im Vertrauen zu ihm begonnen und fortgeführt wird; darum wende ich zu ſo ernſtem Werke, als mir jetzt bevorſteht, meine Augen zu dem Allmächtigen empor, und erflehe von Ihm, daß Er mein ſchwaches Wirken ſegnen möge!
„Für den König.“ Wir alten Markaner haben die Liebe zu unſerm preußiſchen Königshauſe mit der Muttermilch eingeſogen, die ſieben Jahre der Fremdherrſchaft haben ſie nicht erſchüttert, vielmehr geläutert und geſtählt; keine Stürme der Zeit werden ſie uns rauben; dieſe Liebe wird mit uns begraben werden. Darum iſt mir der Kampf für den König eine Luſt! Aber nicht blos deshalb werde ich den Kampf mit des Königs Feinden, wo ſie mir begegnen, aufnehmen, ſondern auch deshalb, weil mich die Geſchichte lehrt, daß Preußen unter ſeinen Königen und durch ſeine Könige groß und ſtark geworden iſt; im Vergleich zu ſeinem Umfange, ſeiner Einwohnerzahl, ſeinen materiellen Hülfsmitteln größer, als irgend ein anderes Land der Erde. Deſſen ſollen wir ſtets in Dankbarkeit eingedenk ſein und darnach trachten, uns den König nicht nur, ſondern auch ihm die Kraft zu erhalten, daß er unſer Schutz und Schirm in Gefahr, unſer Führer auf dem Wege des Ruhmes und der Ehre ſein könnte!
„Fürs Vaterland.“ Der König hat dem Bau des Vaterlandes durch die Verfaſſungs⸗Urkunde vom 5. December v. J. eine neue Grundlage gegeben; das preußiſche Volk hat ſolche vom Niemen bis zur Saar mit Freude begrüßt. Dieſe Urkunde und das Vertrauen meiner Wähler führen mich in die Verſammlung, welche berufen iſt, zuerſt die dem