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Mehr Licht! : Beiträge zur Geschichte des Berliner Straßenkampfes am 18. März 1848 / von Friedrich Wilhelm von Varchmin
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und bis hin zu demſelben Zeitpunkt des folgenden Tages, den hohen und ehrenden Beruf hatten, das Leben ihres oberſten Kriegsherrn vor jeder Gefahr zu ſchützen.

Wie nun aber ein Fehler den andern, ein Verbrechen das andere erzeugt, Alles ähnlich jenen immer neu entſtehenden, immer weiter werdenden Kreiſen, die ein in das trübe Waſſer eines Sees geworfener Stein verurſacht, ſo geſchah es auch mit der erſten Konzeſſion, die den Aufſtändiſchen am Morgen des 19. März gemacht wurde. Ein Fehler folgte dem andern, der folgende immer größer, als der vorangegangene! Erſt ſollte das Militär nur zu­rückgezogen werden aus ſeiner Stellunggegenüber den Barrikaden; ſchließlich jedoch kam es dahin, daß auch die Schloßwache abziehen und der letzte Hort des Königs ſchwinden mußte! Wie aber das unmöglich Scheinende, nämlich die Räumung der Schloßwache, dennoch ermög­licht worden iſt, darüber will ich dem geehrten Leſer alles dasjenige mittheilen, was ich theils ſelbſt erlebt, theils in Erfahrung gebracht habe.

Als General v. Möllendorff, den man auch dann noch nicht aus ſeiner Gefangenſchaft entließ, als bereits die Kunde von der Räumung des Schloſſes bis zum Schützen­hauſe gedrungen war, mit ſicherem Blick die Gefahr er­kannte, die dem König drohte, ließ erUrban vor ſich kommen und bat und beſchwor ihn, ſchleunigſt Sorge tragen zu wollen für die Sicherheit des Staatsoberhaupts durch Beſetzung des Schloſſes mit einer ſtarken und zu­verläſſigen Schaar von Mitgliedern der Schützengilde.

Urban war ein Starrkopf, ein Demokrat mit Leib und Seele; aber doch hätte er auch ſein Leben hinzugeben ver­