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Mehr Licht! : Beiträge zur Geschichte des Berliner Straßenkampfes am 18. März 1848 / von Friedrich Wilhelm von Varchmin
Entstehung
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0 zweifelhaft war, deſſen Folgen für Preußens Geſchicke un­

abſehbar ſein mußten.

5 Da in dem Moment der höchſten, der äußerſten Noth löſte ein glücklicher Zufall friedlich den auf die Spitze

getriebenen Conflict. Mit raſchem, dröhnendem Schritte

naht von der Kurfürſtenbrücke her eine zahlreiche Colonne

neu bewaffneter Bürger, ſchwenkt in das Portal und ſchiebt

ſich wie ein Keil zwiſchen die kampfbereiten Parteien. Es war dies die erſte That der Berliner Bürgerwehr; der bürgerliche Liberalismus trat auf den Schauplatz und be­währte feinen unbeugſamen Ordnungs⸗ und Edelſinn. Faſt gleichzeitig mit dieſen Rotten traf die Ordre ein zum Abzugeder Letzten vom Regiment. Die Geſchichte jener Tage blieb mithin davor bewahrt, mit blutigem Griffel auch den Morgen des 19. März in ihren Annalen zu verzeichnen.

Mit dem Scheiden dieſerLetzten vom Regiment ſchloß ſich das Grab über der alten Zeit; die Aera that­kräftigen Ringens, freier ſtaatlicher Entwickelung begann. Mit neu erſtarktem Selbſtgefühl, mit ſtolzfreudigem Blicke in eine ſonnenhelle Zukunft ſchaart ſich, wachthaltend, um die Stufen des Thrones die erſte Bürgerwehr.

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* Ich ſchließe meine Betrachtungen, nachdem ich die mir geſtellten Fragen nach beſtem Wiſſen und Vermögen be­antwortet habe, unter Hinweis auf die Hypotheſe, die Feuchtersleben in ſeiner herzerquickendenDiätetik der Seele aufſtellt.Leiden ſich als Prüfungen vorzuſtellen, bleibt ewig der ſchönſte und fruchtbarſte Anthropomorphismus. Er macht uns ſittlich und giebt uns Kraft.

Druck von C. Seifert, Köſtritz.