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Die Eiszeit in Norddeutschland / allgemeinverständlich dargestellt: Felix Wahnschaffe
Entstehung
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LM

die Rauenschen Berge besucht, findet auf der Höhe im

Walde zwei große Steine aus gneisartigem Granit, die so­genannten Markgrafensteine. Der kleine Markgrafenstein, (siehe die Abbildung auf dem Beilageblatte) der 3,7 m aus der Erde herausragt und noch 2 m in ihr steckt, ist bis auf unbedeutende, durch nachträgliche Verwitterung entstandene schalige Ablösungen von Gesteinsbrocken noch unversehrt er­halten. Um seinen unteren Teil zieht sich in geringer Höhe über dem Erdboden eine flache Hohlkehle!); deren Entstehung auf die abschleifende Wirkung des vom Winde getriebenen Sandes zurückgeführt wird, als die Rauenschen Berge noch nicht von Wald und Vegetation bedeckt waren. Der in der Nähe befindliche große Markgrafenstein, der eine Höhe von 4,7 m über der Erde und 1,9 m in der Erde besitzt, ist da­gegen gespalten und ein daraus gewonnener 1600 Zentner schwerer Block unter Leitung des Bauinspektors Cantian im Jahre 1827 zur Herstellung der großen Schale vor dem alten ‚Berliner Museum im Lustgarten verwandt worden, die einen Durchmesser von 6,9 m hat. Der größte Gesteinsblock des norddeutschen Flachlandes liegt auf dem Kirchhofe von Groß­Tychow bei Belgard in Hinterpommern und ist mit einem Kruzifix geschmückt, zu. dessen Füßen eine Bronzetafel mit dem Bilde des slavischen Götzen Triglav - angebracht ist Er besteht aus Granatgneis und hat 44 m Umfang, 3,14 m Höhe über der Erde, 16,9. m Länge und 11,25 m Breite.

Die sehr großen und auch die mittelgroßen Blöcke bis zu einem Meter Durchmesser gehören jetzt bereits in der näheren Umgebung der größeren Städte zu den größten Seltenheiten, denn da sie ein sehr nutzbares Material für

% Auf der linken Seite. der Abbildung,