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den Tälern talabwärts und‘ lagern es in abgerollter Form als Sand, Kies oder Schotter an anderen Stellen wieder ab.
Ganz anders als die Gletscher der Alpen ist die Vergletscherung Norwegens entwickelt. Die flachgewölbten tafelförmigen KEiskappen, die dem Hochplateau aufliegen und von keinen höheren Bergen überragt werden, besitzen keine Obermoränen. KEbenso fehlen diese dem grönländischen Inlandeis; sie kommen nur dort vor, wo es sich an der Westküste in gewaltigen Gletschern bis in die Fjorde vorschiebt, sodaß das Verwitterungsmaterial der Felsgehänge auf seine Gletscher herabfallen kann. Die Durchquerung Grönlands durch Frithjof Nansen im Jahre 1888 hat gezeigt, daß das Land mit einer gewaltigen zusammenhängenden Eiskappe bedeckt ist, die keine Obermoränen trägt und ganz allmählich nach dem Innern des Landes zu ansteigt. Aus
seinen Beobachtungen folgerte er, daß sich dieses Landeis
radial von der Mitte aus nach den Küsten zu, wenn auch
sehr langsam, fortbewegen müsse. Von großer Bedeutung| waren daher die eingehenden Untersuchungen, die v. Drygalski 1891—93 über die Bewegung des grönländischen Kises angestellt hat. Danach besitzt es eine vertikale Bewegung, die in den dicken inneren Teilen des HEisgebietes abwärts, inden dünneren Randzonen aufwärts gerichtet ist, und eine horizontale. Das KEis bewegt sich von den mächtigeren gegen die dünneren Massen, also vom Innern gegen die Randzone und kann infolgedessen auch aufwärts strömen, wenn im Randgebiete eine geringere Mächtigkeit besteht als in tiefer gelegenen Partien des Innern. Der Widerstand, der dem Inlandeise durch unebenen oder ansteigenden Untergrund erwächst, kann bei der großen inneren Verschiebbarkeit der Eisteilchen durch den Druck der nach