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der Gletscher stationär ist, d. h. wenn sein Vorrücken und ‚die immerfort stattfindende Abschmelzung sich die Wage halten, sodaß er stillzustehen oder sich langsam zurückzuziehen scheint. Bei den alpinen Talgletschern entstehen die Endmoränen aus dem Oberflächenschutt, sowie aus dem durch starke Abschmelzung der Gletscherzunge bloßgelegten, in der Eissohle eingeschlossenen Schutt der Grundmoräne und der unter dem Eise angehäuften Grundmoränenschicht. In den alpinen Endmoränen der KEiszeit im Alpenvorlande überwiegt dagegen das Grundmoränenmaterial bei weitem.
Die Grundmoräne, auch Untermoräne genannt, wird
DA nn unter dem Eise gebildet. Sie stellt eine schlammige, mehr
oder weniger lehmige oder sandige Masse dar, in der Gesteinstrümmer der verschiedensten Größe regellos eingebettet sind. Dadurch, daß die Schuttmassen durch den Druck in die unteren Schichten des Eises eingebettet und mit ihnen fortbewegt werden und bei der dort herrschenden Schmelztemperatur immerfort zur Ausschmelzung und Umlagerung kommen, reiben sich die Gesteinsbrocken und die Sandkörnchen gegenseitig, sodaß die vorher eckigen Blöcke -kantenabgerundet und zum Teil geschliffen und gekritzt werden.‘ Dieselbe abschleifende Wirkung übt auch das Gletschereis mit seiner schutterfüllten Sohle auf den Felsboden des Tales aus, sodaß dieser poliert, abgeschliffen und in der Bewegungsrichtung des Eises geschrammt wird._ Da die Gletscher infolge ihrer Bewegung bis tief unterhalb der Schneegrenze in die Täler hinabsteigen können, so sind sie namentlich zur warmen Sommerszeit der Abschmelzung in hohem Grade ausgesetzt, und die dadurch entstehenden Gletscherbäche, die am Ende des Gletschers aus dem Gletschertore hervorbrechen, transportieren das: Moränenmaterial in