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Die Eiszeit in Norddeutschland / allgemeinverständlich dargestellt: Felix Wahnschaffe
Entstehung
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während die feine Horizontalschichtung sich in allen Ton­

gruben findet, die den sogenannten Bänderton(bei Berlin als Glindower Ton Ton bekannt) abbauen.

"Auch die Oberfläch engestaltung Norddeutschlands kann nur durch die Annahme einer ehemaligen. Inlandeis­bedeckung eine ausreichende Erklärung finden, denn die Mo­ränenlandschaften gehören zu ihren wichtigsten glazialen Zügen. Wir haben im norddeutschen Flachlande eine ganze Reihe von Endmoränen , die beim Rückzuge des_Inland­eises entstanden sind und die jeweilige Randlage des Eises bezeichnen. Solche-Endmoränen. bildeten sich aber nur dort, wo. der Eisrand längere Zeit hindurch stationär war, d. h. in der Rückzugsperiode des HKises die stetige Vorwärts­bewegung und das starke Abschmelzen sich üngefähr die Wage hielten. Dabei wurde nicht nur Schuttmaterial immerfort nach dem Rande des Eises geführt und dort an­gehäuft, sondern es wurde auch vielfach schon vorher ab­_ gelagertes Material wallartig aufgepreßt und zusammenge­schoben. Meist stellen daher die Endmoränen scharf aus der Landschaft hervortretende wallartige Erhebungen und Hügelgruppen dar, die quer zur ehemaligen KEisbewegung verlaufen und in ihrer bogenförmigen Anordnung den viel­- fach zerlappten Eisrand noch heute erkennen lassen.

Auf der beigegebenen Karte(Fig.4) ist der Verlauf der haupt­sächlichsten norddeutschen Endmoränenzüge zur Darstellung gebracht. Die wichtigsten und am schönsten ausgebildeten sind diejenigen des baltischen Höhenrückens, die in Schleswig­Holstein das Rückgrat der Landschaft bilden, sich in zwei deutlich ‚entwickelten Zügen durch ganz Mecklenburg und die Uckermark hinziehen, südlich bis Liepe und Oderberg herabgehen und durch die Neumark , Hinterpommern, West­