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die von den dem Eisrande entströmenden Schmelzwassern abgesetzt wurden. Dabei kann man vielfach beobachten, daß die Korngröße dieser Sande und Kiese und ihre Geröllführung mit der Annäherung an die Endmoränen zunimmt. Diese Sandflächen sind wegen ihrer Übereinstimmung mit den durch die isländischen Gletscherflüsse vor dem Eise abgelagerten Sand-, Kies- und Geröllzonen als„ Sandr " bezeichnet worden. In ihnen treten mehrfach schmale Wasserzüge hervor, die gegenwärtig z. T. mit Moorbildungen erfüllt sind, oder auch schmale und oft tiefere Seenrinnen darstellen. Da sie durch die vom Eisrande kommenden starkströmenden Gletscherflüsse eingeschnitten worden sind, so sind sie senkrecht zum Verlauf der Endmoränen angeordnet.
Wesentlich anders gestaltet ist meistens das unmittelbare Hinterland der Endmoränen . Hier haben wir eine stark wellige, größtenteils aus Geschiebemergel gebildete Landschaftsform, die als kuppige Grundmoränenlandschaft bezeichnet wird. Zahlreiche Pfuhle und größere oder kleinere Seen füllen die Vertiefungen zwischen den Emporragungen des Geschiebemergels aus. Grubenaufschlüsse in diesem Gebiete zeigen uns, daß die Grundmoräne, vielfach auch der darunter liegende Sand und Kies, stark zusammengefaltet und aufgepreßt worden ist. Dieses unruhige Gelände hat oft eine Breite von mehreren Kilometern und geht allmählich in die flache Grundmoränenlandschaft über. Eine. besondere Form der Grundmoränenlandschaft stellen zuweilen die in ihr auftretenden Drums oder Drumlins dar, die namentlich in Hinterpommern durch Keilhack bekannt geworden sind. Es sind elliptisch begrenzte, verhältnismäßig kurze, aus Geschiebemergel bestehende Hügel, deren Längsachse stets in der ehemaligen Bewegungsrichtung des Eises