Teil eines Werkes 
Bd. 4 (1904) Schopenhauer
Entstehung
Seite
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Weimar und Dresden. 181318.

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scharfsinnigen Begriffsverbindungen, in den französi­schen Materialisten fanden seine naturwissenschaft­lichen Neigungen Befriedigung, und ihre Nüchtern­heit bot ein Gegengewicht zur platonisch-indischen Schwärmerei. So mussten denn die Todfeinde ein­ander die Hand reichen und in das System eintreten. Schopenhauer fühlte sich so sehr als Herrscher, dass er gar nicht merkte, wie die Feindschaft unter seinen Unterthanen fortglimmte, nicht ahnte, dass sie nach dem Tode des Sultans das gewaltsam Verbundene auseinandersprengen musste. Die jugendliche Steige­rung des Selbstbewusstseins hatte ihm die Eroberung ermöglicht, später konnte er zwar das Scepter fest­halten, aber in der Besonnenheit des Alters wäre er der früheren Kühnheit nicht fähig gewesen, und zum Theile deshalb staunte er dann das Werk der Jugend an. Endlich hing eins von der Jugend ab, Schopen­hauers schroffer Pessimismus. Zu diesem wäre er nicht gekommen ohne die vom Vater ererbte melancho­lische Verstimmung. Sie beherrschte, wie ich wieder­holt bemerkt habe, seine Jugend. Frauenstädt fragte Schopenhauer einmal, ob er etwa in jungen Jahren viel gelitten habe und daraus sein Pessimismus zu er­klären sei, und Schopenhauer antwortete:Gar nicht; sondern ich war als Jüngling immer sehr melancho­lisch. Die krankhafte Verstimmung färbte sein Fühlen und Denken, die Fülle der Jugendkraft aber gab ihm den Muth, aus ihr eine Theorie zu machen und diese als zweifellose Wahrheit zu verkünden. Sieht man von der Frage, ob die pessimistische Auffassung Recht