Schopenhauers Person.
er wieder geschrieben hatte, rieth ihm am 6. Februar 1832 von Bonn aus,„er möge bald in seine Heimath zurückkehren, da man jetzt am Rhein der Ankunft der asiatischen Hyäne entgegensehe.“ Er muss auf seine Krankheit hingewiesen haben, denn am 29. Februar schreibt Johanna:„Dass Du sehr krank gewesen bist und so lange, habe ich mir nicht vorgestellt,“ und am 10. März:„Deine Krankheit macht mir Sorge. Ich bitte Dich doch ja, Dich zu schonen. Worin besteht denn eigentlich Dein Uebel? Graues Haar!*) ein langer Bart! ich kann mir Dich gar nicht so denken. Auch ist es mit dem ersten wohl nicht so arg und dem zweiten ist leicht abzuhelfen. Zwei Monate auf der Stube und keinen Menschen gesehen, das ist nicht gut, mein Sohn, und betrübt mich. Der Mensch darf und soll sich nicht auf diese Weise isoliren, er kann es nie, ohne geistig und auch körperlich dabei zu verlieren, und Du sagst noch vollends Gottlob dazu!“ Am 20. März schreibt sie:„Was Du über Deine Gesundheit, Deine Menschenscheu, Deine düstere Stimmung mir schreibst, betrübt mich mehr als ich Dir sagen kann und darf. Du weisst warum. Gott helfe Dir und sende Dir Licht und Muth und Vertrauen in Dein umdüstertes Gemüth!“ Das„Du weisst warum“ scheint mir ein Hinweis auf das Ende des Vaters zu sein. Die Frau Johanna schreibt gerade so, wie sie 1807 geschrieben hatte. In Hinsicht auf einen Ver
*) Die grauen Haare hatte Schopenhauer schon 1830 in dem Briefe an einen englischen Verlagsbuchhändler erwähnt.