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vir worpe, welck lackemacker neine rechte wichte hefft, feinen ſpinſterinnen feine. wulle to wegen, to ſwar oder to licht, die breckt ock 5 ſchilling, wie blecken wil In der gulde, die ſchal nicht bwten blecken, ſonder by den Jennen, ſo die gulde hebben und darto geſettet ſind, Ock ſchal nymant wulle bringen die unduchtig iſt unnd nicht recht danig, wie dar wider deyt ſchall die blecker melden, Worde ock ymant ein lacken affſnyden datt nicht rechtdanig were, die ſoll brecken an der gulde twe ſchilling, wo ock ein lackenmacker verſtorve und eine wedewe verliete, die mach gewant macken als ere mahn vor dede eft ſie wil, bet ſie ſich verandert unnd ſchall hebben dat halve werck und ob jemant verbadet wurde In der gulde to vigilien oder anders die gulde betreffent und nicht queme ſchal brecken Soß penninge dat ſy fraw oder mahn he hebe dann erloff Alle quatuortember ſchal man unnd fraw weſen In dle begengknus unnd oppern aver die bruder und Suſtern uth der gulde verſtorven, wo auch uth unſer herſchaft ymants todes halben wurde abegeen, ſollen fie uth orer gulde alle quas tember mit vigilien und zelemeſſen begeen laſſen unnd opferen, Ock ſchollen die vir Jungfern die vir Lichte dragen vor dat lick ſo uth der gulde verſtorben is unde die anderen vir ſo vor an In die gulde gekomen ſind, ſchollen dat lick dragen iglich by einem halben punth waſſes, worden ſie ock orer gulde tom beſten enicherlei willkor macken, ſollen ſie macht hebben unns unnd unnſen gerichten one ſchaden, by ſolicken Allen unnd iglichen artickelen baben geſchreven wollen wy unnſe erven unnd nakomen fie und ore nakomen ſchutten unnd ſchermen unnd wo enicherley verſewmung an diſſem brive geſcheen wurde, wollen wy bettern und vernygen, bevelhen daruf unnſen lieven getrewen Burgermeiſter unnd Rathmann unnſer Stat Thangermunde und oren Nakomen, dat gy die ſulben guldemeyſter und guldebrudern der wantmacker gulde van unſen wegen by ſolicker gulde und orer gerechtigkeyt und guden gewonheyt hanthaben, ſchutzen und vertedingen, Ock uf ore anſucken wo dat not iſt, twe des Rades In ore morgenſpracke ſchicken, ore handlung enthohern unnd das beſt raden, domit fie In eins dracht leven und ſich unter einander nicht beſweren getrewlich unnd ungeferlich. actum thangermunde am Sons tag nach Egidi 1506.
XILV. 1508. Vertrag mit dem Muͤnzmeiſter zu Stendal.
Von gots gnaden Wir Joachim 2c. kurfurſt und Albrecht gebruder Marggraven zu Branbem burg ꝛc. Bekennen das wir unſenn lieben getrewen Sy mon preger zu unſerm Muntzmeiſter auffge— nomen und Ime die Selbig unſer Muntz bevollen haben, Alſo das er In unſer ſtadt Stendal Muntzen fol ſilber, und von ſolichem ſilber groſchen gros und klein und pfenning und alſo das das pagament, Nemlich hundert gantz groſchen uff die margh und nicht mehr geſlagen und gewegen werden und Sechſthalb Lot fein Silber halten, der halben groſchen ſollen hundert und acht und achtzig Stuckh und nicht mehr auff die margk geen, die ſollen funf Lot und ein halb quentin fein ſilber und nicht weniger halten, Beſonndern ein halb quentin In die fahr, doch ſol Er ſich des bei ſeinem eyd nicht gebrauchen, Es keme dan von unfals wegen, bey der pene des fewers on gnad und er ſoll albeg machen drey wergk und durch einander miſchen, Ob eins zu gering were das es die andern erfulle, domit das recht gewicht bleib, Als es fein ſoll wie vorberurt, der pfennig ſollen drey und virtzigk auff ein Lot geſchrot und funf und virtzigk gewagen unnd In der ausgab gepraucht werden, dieſelben ſollen halten funfhalb Lot fein Silber, Doch ſol der Muntzmeiſter auch ein halb quentin In die fhar haben, Aber ſich des bei dem fhewr geferlich und mit willen nicht geprauchen, es geſchee Im dan ein ungeferlicher ſchad, und ſollen die pfennig glat fein und zwen Schildt daruff gemacht werden, auff der rechten hant der Zepter und auff der Lincken Seiten ein adeler und von ſolicher Muntz allenthalben, fol er nichts auſgeen laſſen, Noch von ſich geben, Es fen dan das die von unſern aufffiehern darzu geordent zuvorn auffgezogen fein, Do man albeg von Igklichem wergk der gantzen und halben groſchen und pfennig ein