ſtuck In ein Buchſſen mit tzweien floſſen vorwart, do die auffzieher einen und er den andern ſluſſel haben legen ſollen, wan wir wollen uber kurtz oder lang, das wir den zu unſerm gefallen probiren mogen laſſenn und ſollen die auffzieher In der Wochen eins oder fo oft das nodt fein wirt, die Muntz auffziehen und der gemelte unſer Muntzmeiſter fol die gnannten unſer Muntz halten und ſlahen die weil er Sich domit fromlich heldet und Er von uns alſo und unſtreflich gefunden, der nicht entſetzet werden, und fo lang er ſolich unſer muntz ſlecht von groſchen und pfenningen, Sol er uns von Jeglicher fyne marck ſilbers zu ſlegſchatz geben acht groſchen, Er ſol auch unſer Muntz fo Itzundes In unſern Landen der margk zu Brandemburg gangkhaftig und gebe iſt, oder hinfuer gewinnen nicht ſeygern, Noch der In kein weg abbruch thon und welcher oder welche das theten, den oder die ſol man auch ſtraffen on gnad mit dem feuhr, Daruff nehmen wir In mit ſeinen geſellen und knechten In unſern Sonderlichen ſchutz und ſchirm, Sollen und wollen ſie die weil er an der muntz iſt gleich ander unſer diner und hofgeſindt vor unrechter gewalt ſchutzen und vortedingen In craft und macht dits Brives. Datum zu Coln an der Sprew ſunabent nach Scolaſtice virginis 15038.
XILVI. 1509. Anderweitiger Vertrag mit dem Muͤnzmeiſter zu Stendal.
Von gots gnadenn Wyr Joachim kurfurſt ꝛc. unnd Albrecht gebruder Marggraven zu Brandemburg 2c. Bekennen, Nachdem wyr hievor unnſernn lieben getrewen Georgen Fuegen zu unſerm Muntzmeyſter zu Stendall aufgenomen und Im daſelbſt gulden groſchen unnd pfenning zu muntzen vorgonnt unnd vorſchryben Laut unnſer brive unnd Sigell daruber außganngen Als habenn wyr Im itztt auß ſonndern gnaden unnd damit er ſich deſterbaß bey unnſer muͤntze enthalden moge, zugegeben unnd erlewbt zugeben und Erlewben auch Inn gegenwerttiger krafft unnd macht dits bryfs, das er die pfenning furder mehr biß auff unnſer wyderruffen muntzen mag auff vir lott und ein quintin feyns ſylbers eyn halb quintin In die fhar, unnd Inn das Remebium, doch ſoll er ſich des vorſetzlich nicht geprauchen, es keme Im dann ein ſchade ungeferlich zu bey ſeynem Eyde unnd der pene des fewers, auch ſoll er die pfenning ſchrotten unnd machen das ber 43 auff ein lott geenn Inn der außgab unnd es ſunſt mit allenn dingen haltenn wie unnſer vorig vers ſchreybung klerlich beſagt unnd mit bringt, unnd dartzu habenn Wyr Inn aus beruͤrtter urſach unnd gnediges willens ann ſlegſchatz den er unns von der groſchenn Muntz gibt, auch biß auff unnſer wyderruffen ein hal benn groſchenn von yder marck nachgelaſſenn unnd gefellt, doch ſoll er unns von der pfennig Muntz von yder Marck den gantzen ſlegſchatz gebenn, wie vor vonn den groſchen. Actum am tag Nicolay 1509. Dergl. iſt auch den Munzmeiſtern zu Soltwedel, Brandinburg und Croſſen gegeben.
XLVII. 1510. Vertrag mit dem Muͤnzmeiſter zu Salzwedel.
Wir Joachim ꝛc. Bekennen ꝛc. das wir unnſern lieben getrewen Peter Spill zu unnſerm Muntzmeyſter auffgenomen unnd Im unnſer Muntz volgender weys bevolhen, alſo das er In unſer Stath Solt— we dell muntzen ſoll, gold und ſilber, Nemlich auf ein iglich marck golt gewegen ſollen geen ein und Siebentzig ſtuck unnd ſollen aufs feyn achtzehn karath unnd drey gren halten ungeverlich ein gren mynder und von ſilber ganntz und halbe groſchen, groß und klein unnd pfennig alſo das das pagament, Nemlich hundert ganntze groſchenn auff die marck unnd nicht mehr geſlagen unnde gewagen werdenn, unnd ſechſthalb lott fein ſilber halten, der halbenn groſchen ſollen hundert unnd acht und achtzig ſtuck unnd nicht mehr uff die marck geen, die ſollen funff lott unnd ein halb quentin fein ſilber unnd nicht weniger halten, Beſondern ein halb quentin In die