256
fhar, doch ſoll er ſich des bei ſeinem eyde nicht gebrauchen, Es kome dann von unfals wegen, bey der pene bes fewers one gnade unnd er ſoll allewege machenn drey werck unnd durch einander miſchen ob eins zu gering were das es dy andern erfulle, damit das Recht gewicht bleybe, als es ſein ſoll wie vor berurt, der pfennig ſollen drey und virtzig auff ein lott geſchrott unnd funf und virtzig gewagen unnd In der außgab gebraucht werdenn, dieſelbenn ſollenn haltenn funffthalb Loth fein ſilbers, doch ſoll der Muntzmeiſter auch ein halb quentin In die fhar habenn, aber ſich des bey dem fewer geferlich unnd mit willen nicht gebrauchen, es geſchee Ime dan ein ungeverlicher ſchade unnd ſollen die pfening holl fein unnd haben ein Adeler In des bruſt ein Zepter unnd vonn ſolicher Muntz allenthalben ſoll er nichts außgeen laſſenn noch von ſich geben, es ſey dann das dy von unſern Wardirern darzu geordent zuvorn aufgezogen ſein, da man allewege von iglichem werck der ganntzen und halben groſchen und pfennige ein ſtucke In ein Buchſſen mit zweien Sloſſen vorwart, do die aufzieher einen und er den andern Sluͤſſel haben legen ſollenn, wann wyr wollen uber kurtz oder langk, das wir denn zu unnſern gefallen probiren mugen laſſen unnd ſollenn die auffzieher Inn der wochen eins oder ſo offt das nott ſein wirt, die Munz ufziehenn unnd der gemelt unnſer Muntzmeiſter ſoll die gnant unnſer Muntz halten unnd ſlahenn, dieweill er ſich damit Fromlich heldet unnd er von uns alſo unnd unſtrefflich gefunden, der nicht entſetzet werden unnd fo lange er unnſer Muntze Slecht vonn groſchen unnd pfennigen, ſoll er unns von iglicher marck fein ſilber zu Slegeſchatz gebenn Sechs groſchen, Er ſoll auch unnſer Muntz ſo itzundes Inn unnſern landen der Marck zu Brandemburg ganghafftig und geb iſt, oder hinfur gewynnen nicht ſeygern noch der keinßwegs abbruch thun unnd welichen oder weliche das tetten, den oder die ſoll man auch ſtraffen on gnade mit dem fewer, der gold muntz halb mag er nach feinem gefallenn unnd gelegenheit ein marck oder zwu goldes auff ein prob muntzen nach obbeſtimpter außſatzung, die Er unns ſoll vor allen dingen furtragen unnd ſich dann fo er die In ubung behalden will mit unns umb den Slegſchatz In maſſen wie ander auch vertragen und furder nach antzal geben, deßgleichen von iglichem werck In dieſelbenn Buchſſen zur probe auch ein ſtuck eins gulden halb geteyllt legen, als es mit der andern Muntz gehalten wirt, Darauff nemen wir Ine mit ſeinen geſellenn unnd knechten In unnſern ſonnderlichen ſchutz unnd ſchirm, Sollen unnd wollenn ſie dieweyll er an der Muntz iſt, gleich ander unnſer diener unnd hoffgeſind vor unrechter gewalt
ſchutzen unnd vertaydingen In Crafft unnd macht dies brieffs. Datum am Dinſtag nach octavas Corporis
Chriſti Anno decimo.
XILVIII. 1522. Vertrag wegen der Gerichtsbarkeit in Perleberg.
Wy Burgermeiſter und rathmann der Stat perleberg Bekennen Als dann Irrung tzwiſchen dem Durchleuchtigſten Hochgebornen furſten und Herrn Herrn Joachim Marggraven tho Brandburg chur furſten ꝛc. to ſtettin pom ern 2c. Hertzog Burggrave to Nurmberg und Furſten to Rugen
unſer gnediger Herr unnd uns der gericht halben bei uns erſtanden, dat feine kurfurſtliche gnaden ſich mit i
uns und wy uns mit feinen kurfurſtlichen gnaden gutlich verdragen und vereinigt haben, verdragen und verein| gen uns mit ſeinen kurfurſtlichen gnaden hirmit in crafft und macht ditz brieffs volgender meynung und alſo dat unſer gnediger Herr ſampt uns eindrechtlich einen verſtendigen richter bei uns ordenen und Setten willen und mogen der to ſampt den ſcheppen ſo wy nach alten herkommen kyſen und fetten mogen, ydermann up ſein anſucken nach orem hochſten verſtentnus und beſten vermugen unvertogenliches rechten, nach billicher und rechtlicher ordnunge gnugklich verhelpen, wo ſie ok to ſollichen gericht auch unſerm gnedigen Herrn und uns pflichtig und eedt alſe ſick eigent don und ſchweren ſchollen, was aber von gerichtes ſtraffen und Bothe to iglicher tidt geſcheen unnd gefallen, ſchal von dem richter verteygkenet, alle Jar to iglicher tidt berekent und