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willige dinſt, fo fie uns nutzbarlich biſher gethann, unnd hinfur thun ſollen unnd wollenn angeſehenn, unnd Inen unnd Iren nachkomen den außgedruckten Zoll wie ſie von alters unnd gewonlich bißherr In gebrauchung unnd ubung gehabtt, empfangen unnd genomen, Uffs New gnediglich vernewett, bewilligt, Confirmirt unnd beſtettigtt, Vernewen, Bewilligen, Confirmiren unnd Beſtettigenn Inen unnd Iren nachkomen ſolchenn Zoll wie fie den vonn alters unnd gewonlich bißherr gehabtt u. ſ w. Datum Coln an der Sprew am Mitwoch nach Exaltacionis Crucis 1515.
II. 1520. Verhandlung vor dem Kaiſer wegen der pommerſchen Anwartſchaft.
Hewt dato mantag nach vocem Jocunditatis Im 20 hat unnſer gnedigſter Herr der churfurſt zu Brandemburg In gegenwertigkait feiner churfurſtlichen gnaden vettern Marggraff Caſimir und Marggraff Johannßen zeu Brandemburg, Auch Biſchoff Hieronimus zu Brandemburg, Herrn Hanßen von Seckendorff Ritter und Er Thomas krull dechant und Secretar, kayſerlicher Maieſtat In beyweſen irer Maieſtat Reten, eins Biſchoves, des groſſen Cantzlers, des Stalmeiſters unnd Schatzmeiſters In der pomeriſchen ſachenn volgende Brive leßen laſſen, Nemlich kaiſer Sigmunds Brive darIn er die pomeriſche furſten an churfurſten zu Brandemburg gewyſen hat 2c. kayſer Fridrichs erkentnus briff, kayßer Fridrichs lehn brive, kayßer Fridrichs gebotes briff an Manſchafften und Stett In pomern, die vertrege brive zu Soldin und premtzlow auch kaißer Maxmilians confirmacion und daruff gebeten, das fein kayſerlich Maieſtat fein churfurſtlichen gnaden bey ſolchen alten hergebrachten kaiſerlichen und königlichen begnadungen und freiheiten gnediglich laſßen ſchutzen und ſchirmen wol u. ſ. w.
Daruff kayßerlich Maieſtat mit feiner Maieſtat Reten ein bedencken genommen und durch den
Schatzmaiſter antwert geben laſſen, das fein kayſerlich Maieſtat ſolch brive gern gehort und wer feiner kayſerlich Maieſtat gutduncken, das mann den verordenten Reten von kayßerlicher Maieſtat und den ſtenden die brieff auch horen ließ, alßdann wolt ſein kayßerlich Maieſtat zu ſampt den ſtenden gutlich handlung undernemen die ſach zu richten. Daruff unſer gnedigſter Herr der churfurſt die meynung geredt, das ſein churſurſtlich gnaden nicht fugen wolt ſich alhir mit dem Hertzogen In einich handlung zu geben, wer das auch zu thun nicht ſchuldig, dann fein churfurſtlich gnad wer deßhalben nicht hirher gefordert, wer auch alhir dermaſſen mit feiner gnas den gerechtigkeit nicht geſchickt, als ſeiner gnaden nottorfft Erfordert, ſunder ſein churfurſtlichen gnaden hett Briff und Sigel und Seß In der poſſeſſion mit underteniger bett fein kayſer lich Maieſtat wolte mit dem Hertzogen derſchaffen, fein briff und ſigel zu halten, vermeint er aber uber das fein churfurſtlich gnaden anſprach nicht zu erlaſſen, wann dann. fein kayſerlich Maieſtat feinen gnaden einen tag Im reich anſetzen worde, alßdann wolt ſein churfurſtlich gnaden erſcheinen und pflegen was recht wer ꝛc.
Sein churfurſtlichen gnaden hat auch In der Erſten rede angehangen der Seſſion halben, das keinen fuͤrſten der nicht lehn vom Reich hat, Seſſion Im reich gegeben, noch zu den hendeln des Reichs getzogen worden, ſo wer offenbar am tag, das kein Hertzog von Stettin In hundert Jaren kein lehen von reich gehabt noch itzt hat, darumb ſoll Im billich kein ſeſſion geſtatt noch gegeben werden ꝛc.
Daruff hatt kayſerlich Maieſtat durch den Schatzmeiſter entlich antwort geben laſſen, das fein kayſerlich Maieſtat nicht gneigt ſeinen churfurſtlichen gnaden an hergebrachten gerechtigkeiten kayſerlich und koniglich Maieſtat begnadungen einicherley abbruch unnd verhinderung zu thun, ſunder mehr geneigt dabei zu hanthaben und zu ſchutzen, Als aber ſein gnaden beruret, das ſein churfurſtlich gnaden nicht ſchuldig noch alhir alſo geſchickt wer, ſich mit dem Hertzogen alhir In Handlung zu geben, So lieſßen fein kayſerlich Maieſtat zuſampt feiner gnaden erbietung auch dabei bleiben.
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