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Reichs In geſchefften des Reichs zu fein noch einicherlei Seſſion und ſtym zu haben, es iſt auch von alters nicht alſo gehalten noch Im geſtat worden In anſehung das er ſein Hertzogthum und furſtenthumb von dem churfurſtenthum zu Brandemburg zu lehn het und nichts vom Reich wie offintlich iſt, daruff hat kayſerlich Maieſtat feiner Maieſtat Hoffmarſchalk zu Im dem Hertzogen geſchickt und ſagen laſſen, das er ſolt von den ſtenden des Reichs uff der ander ſeiten zu irer Maieſtat Hoffreten tretten, das auch der Hertzog one weygerung gethan und als kayſerlich Maieſtat vom Hauſß abgetzogen, iſt er mit abegeritten und kein Seſſion unter den Stenden des Reichs bekomen, kayſerlich Maieſtat hat auch geſagt das ir Maieſtat nicht bevolhen hab den Hertzogen zu verbotten, deßgleichen der Hoffmarſchalk und des reichs Erbmarſchalk auch geſagt, das der Hertzog nicht verbott ſey. Actum uff den Reichstag zu Worm bs am Donrſtag nach Judica Anno ꝛc. 21.
IV. 1522. Landtagsberhandlungen wegen Pommern u. ſ. w.
Vorzeichnus des Jennen, das mein gnediger Junger Her den vorſcribenen von der Landtſchafft furhalten ſoll, und was ſunſt in abweſen unſers gnedigſten Hern durch ſein furſtlich gnaden ſolle beſtellet werdenn.
Nachfolgend Artickell, ſollen durch meinen gnedigen Jung Herrn den vorſcribenen von den Prelaten, Graffen, Hern, Ritterſchafft und Haubtſtettenn furgehaltenn werdenn.
Erſtlich nach dem unnſer gnedigſter Her der Churfurſt, mein gnedige und gunſtige Hernn von den ſtendenn feiner churf. gnaden landtſchafft, uff diſen tag vorſcribenn, ſo wern auch fein churf. gnaden willens und gneigt geweſt, ſich eigener perſon mit iren gnedigen und gunſten zu beſprechen und zu handelnn, Es wern aber ſeinen churf. gnaden eilend unnd mergliche geſcheffte furgefallenn, darumb ſich ſein churf. gnaden uff manigfeltigs anſuchenn unnd bitten, zu koniglich W. In Dennemarcken und gegen Holſtein verfuget. Derhalben fein kurf gnaden meinen gnedigen Jungen Hern ſampt etzlichen zugeordentenn bevolhenn iren gnaden und gunſten diſe meynung anzuzeigenn, mit fruntlichen geſynnen und gnedigen boger, ire gnade und gunſte wolten daruff feine churf. gnaden iren pflichten und verwantnuſſen nach, das trewlichſte nutzeſt und beſtes rathenn, des were ſein churf. gnaden erbeutig, kegen ewer gnaden und gunſten gunſtlich zu beſchulden und in gnaden zu erkennen.
Und nachdem ewern gnaden und gunſten unverborgen, was iungſt uff gehaltenem tage nach Letare berathſlagett und beſchloſſenn, belangend den gutlichen tag und handlung fo zwiſchen unſerm gnedigſten hern dem kurfurſten und dem Hertzogen von pomern, uff anſuchen und bethe der pomeriſchen landtſchafft bewilliget, und das ſich dozumall die ſache allein an Zall der perſonen, die do nydder geſetzet ſolten werden geſtoſſenn, daruff dann ſein churf. gnaden einhalts geſchines beſchluſſes uff dem tage Letare, der Stettiniſchen Landtſchafft widerumb geſcriben und geantwurdt.
Und wiewol dieſelbigenn ſein churf. gnaden etwan lange mit irer antwert uffgehaltenn und verzogenn, fo haben fie doch ungeverlich umb Corporis Chriſti einen Secretarien zu unſerm gnedigſten hern geſchicket, ſolchen verzug der antwurt bey feiner kurf. gnaden zu entſchuldigenn und ſonderlich der urſach halbenn, das er gnediger Her der Hertzog von pomernn nicht einlendiſch geweſen, derhalben ſich auch bie landtſchafft fuglicher weiſe nicht hette verbotten mugen, Es wurde aber kurtzlich ein landttag ber auch itzund gereidt ausgeſcriben gehalten wer= denn, ſo ſolte ſeinen churf. gnaden ſo pald nach ſolchem gehaltenen landtage gepurlich und undertenig antwerdt begegen und zugefertigett werdenn.
Daruff ſo iſt ungeverlich in 10 oder 12 tagen darnach derſelb Secretare widerumb von wegen der pomeriſchen landtſchafft bey feiner churfurſtlichen gnaden erſchinen und diſe antwerdt under der dreyer verordenten der Lanbtſchafft pitzir und Sigell in form einer Inſtruction einbracht und ubirantwerdett wie ewr gnaden und gunſten daraus zu vornehmen.