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Uff ſolchs der landſchafft gegeben antwerdt iſt ihnen unſer gnedigſter her mit diſem boſcheid widerumb bogegend, und einen tag kegen prentzlow angeſatzt wie ewer gnaden und gunſten hie auch werden horen leſenn.
Es haben auch fein churf. gnaden nicht unterlaſſen, uff anſetzung diſes tages iren hern und frundhen, alſe nemlich koniglich W. zu Denmarcken, meinen gnedigſten Herrn von Mentz 2. dem Hoh— meiſter zu preuſſen, Marggraff Caſemir und Marggraff Georg umb zuſchickung irer Rethe und botſchafft etzlich tage fur der angeſatzten Zeit alhie bey feinen kurf, gnaden zu erſcheinen, in den ſachen helffen zu rathſ lagen, auch uff angeſatzten tag beyſtendig zu fein vorſeriben und fruntlich gebietenn, hofflich ſolhs werde bey irer koniglich W. churfurſt. und furſtlich gnaden kein abſ lahen oder weigerung habenn.
Nachdem nun der handell zu dieſer bewilligten tageleiſtung gereichet und komen, erfordert die notturfft davon zu redenn und zu rathſlagenn.
Erſtlich wer die vierzehn perſonen ſein ſollenn, die von wegen unſers gnedigſten Hern aus den geſtenten der landtſchafft ſollen nyddergeſetzt werdenn.
Darzu ließ ſich fein churfurſtlich gnaden doch uff gefallen und bedenckenn ewer aller gnaden und gunſten gefallenw das von wegen der prelatenn: Mein gnediger her von Lubus, mein gnediger her von havel— berg, der Abt von Lenhin, Doctor Buſſe von alvenſleve Thumprobſt zu Brandemburg. Von wegen der herrn und Ritterſchafft: Der Graff von Stolberg oder Graff wulff von Hoenſtein, Melchior pfull, der Houbtmann der alden marck, her kerſtian borgk, Aſmus Schonembeck, alde Bernd von Arnym. Aus den Stetten: Merten bellin von der von Brandem burg wegen, Benedictus krull von wegen der von Berlin, Albrecht bugkholtz von wegen der von franckfurdt, Hans kolk von wegen der von Stendall, nydergeſatzt wurdenn.
Darzu duncket unſerm gnebigſten Herrn von notten zu ſein feiner churf. gnaden Anwald, die bey dem furtragen ſitzenn und ſtehn ſollenn, auch ſtattlich zu verordnen, welche alſdenne der koniglich W., churfurſtl. und furſtliche geſchickten neben ſich zihenn ſollenn, darzu ließ ſich fein churfurſtlich gnaden gefallenn, doch uff ratth und gudduncken ewer gnaden und gunnſten, das verordent wurden:
Mein gnediger her von Brandemburg, Schenck otte von Landſberg, der Comptor zum quartzen, Veit von Thuüͤmenn, Georg von kunigfelt marſchalk, der Techant von Furſtenwalde,(Doctor Em bden iſt darnach auch verordent) Doctor Criſtianus von Wittemberg, Er tho— mas krul, Achym von Arnym, mit etzlichen zugeordenten Secretarien.
Ferner dunckett unſerm gnedigſten Hern von notten zu ſein davon zu redenn, wer das furtragenn von wegen feiner churf. gnaden thun ſolle, und darzu hatt fein churf. gnaden meinen gnedigen Hern Marggraff Caſemir geſcriben und ſonderlich gebethen Hern Hanſen von Schwartzemburg und Her Hanſen von Seckendorff feinen churfurſtlichen gnaden ire furtragen zuthund zuzuſchicken, wu der einer queme dunckete ſei— ner churf. gnaden ire iglicher geſchicket gnug darzu zu ſeind, Aber Im fall do der keiner queme, hielte es ſein churf. gnaden davor, das Doctor Mattias zu dem antragenn geſchicket genug were, und ob der auch nicht queme, alsdann Doctor Criſtianum darzu zu gebrauchenn.
Es hat auch fein churf. gnaden meinen gnedigſten Hern von Mentz umb Doctor Czochen geſeribenn, wu der queme und her Hans von Schwartzem burg oder her Hans von Seckendorff nicht erſcheineten, were derſelbe auch zum ſachen geſchicket genug. | Uber das alles will von notten fein davon zu redenn unnd ratthflagenn, waſſer geſtalt das furtragen geſcheen und woruff es geſtellet ſolt werdenn, daruff hatt unnſer gnedigſter her diſen begreiff laſſen machen, do mugen ewer gnaden und gunſte helffen zu rathenn, ob es dermaſſe gud oder nicht ſein ſolle und ab und zu ſetzenn, wie ewer gnaden und gunſten hyraus horen und vornehmen werden.= Weiter will von notten fein davon zu redenn, wie ſich die nydergeſatztenn von wegen churf. gnaden