Zeitschriftenband 
Theil 2 (1832) Beschreibung der politischen und kirchlichen Verhältnisse der Mark Brandenburg
Entstehung
Seite
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Privatpersonen ükvrlaffen ward, und konnte nicht beträcht» /

> sich stnn, da ihre Gerichtsbarkeit auf das oberste Gericht /

in ganz wenigen Orim und das Gericht über Feldmarken «md Landstraßen einiger von dm Dörfern eingeschränkt war, worin sonst ein Anderer bas oberst« Gericht ausübte. /

3. Das Stadtgericht.

Die Frage, ob es immer rin vom Landgerichte ge, trenntrS Stadtgericht gegeben habe, ist auch in Bezug auf die Mark Brandenburg sehr verschieden beantwortet worden. Bald hat man die Trennung der Städte vom platten Land« in gerichtlicher Beziehung für das wesentlichste Erforderniß einer Sladtverfassimg gehalten, bald die Städte für den Landrichtern untergeordmt angesehen. In jeder historisch erleuchteten Zeit hat jedoch nach unserer Meinung anstatt des Landgerichtes der Vögte für die Flecken und Dörfer, in den märkischen Städten rin eigenes Stadtgericht bestanden. Wodurch hätte fich sonst ;. B. der Graf Heinrich von Anhalt, da er ums Jahr 122.» als Vormund der noch unmündigen Markgrafen dem Stadtgebiete Werdens einige Ländereien hinzufügke, zu der Verordnung bewogen fühlen können, daß Niemand außer dem Skadtrichter darin rich, kerliche Gewalt üben sollte, wenn dieser Richter, der ein Vogt der Stadt genannt wird, nur eine dem Landgerichte untergeordnete Stellung besaß?') Auch bei Stiftung der

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