Teil eines Werkes 
1 (1901) Nähere Umgegend Berlins
Entstehung
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3. Dev Grunewald.

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Treppe A (Ostseite). Die Treppen münden alle in einen Tunnel im N. des Bahnhofes; die Fahrkartenausgabe be­findet sich im Vorgebäude bei Treppe A. (So. im Sommer auch in mehreren Buden bei den Zugängen). Ein zweiter Tunnel im S. ist nur im Sommer So. zu benutzen.

Fahrpreise nach Bhf Grunewald: von B hf Friedrichstraße un d vom Potsdamer Ringhahnhof 30 u. 20 Pf., von Bhf Westend 15 u. 10 Pf. Die gewöhnlichen Karten der Stadt- u. Ringbahn gelten für den Ver­kehr nach dem Grunewald nicht!

An schönen Sommersonntagen mache man sich auf Überfüllung der Züge und bei der Heimkehr auf längeres Warten auf den nächsten freien Zug, namentlich auf den Zwischenstationen, gefaßt. Wer sicher und bequem mit- kommem will, kehre frühzeitig zurück (etwa 6 Uhr). Die Benutzung der auf dem Spandauer Bock, in Pichelsberg und Schildhorn meist bereitstehenden Kremser ist in fremder Gesellschaft nicht zu empfehlen.

a. Das Seengebiet (Ostseite).

Von der Spree bei der Charlottenburger Flora zieht sich über den Lietzensee (S. 7) von NO. nach SW. eine Niederung hin, welche südl. von Belitzhof in den Wann­see übergeht. Nach Ansicht der Geologen wurde dieselbe vor alters von der Panke (S. 2) benutzt. Jetzt liegt zwischen den bewaldeten Uferhöhen eine Reihe freund­licher, durch Sumpfstrecken (Fenne) verbundener Seen. Bequeme Fußwege und gute, in mäßigen Abständen auf­einander folgende Lokale gestalten die Wanderung in dem ungemein viel Abwechselung bietenden Thale zu einem angenehmen Spaziergänge. Sehr lohnend ist der Besuch gerade dieses Gebietes auch im Winter nach stärkerem Schneefall.

Den Haupteingang bildet Bhf Halensee der Ringbahn (S.19; So.nachm. Sonderzüge; Endstation einer Straßenbahn vom Spittelmarkt durch Wilmersdorf-Aue), am Ende des Kurfürstendammes, ebenso wie die herumliegenden Häuser­quartiere zu Deutsch-Wilmersdorf (S. 18) gehörig. Jenseit der Brücke über die Bahn r. abseits der Schieleplatz der deutschen Versuchsanstalt für Handfeuerwaffen. An der Straße (Königsallee) r. mehrere Lokale, darunter die äl­teste Ansiedlung in dieser Gegend (c. 1878), das *Wirts­haus am Halensee, mit umfangreichem, in Terrassen zum See hinabsteigendem Garten. Unmittelbar dahinter und gegenüber beginnt die

Kol. Grunewald. Rest.: *Cafe Grunewald, vornehm; Hubertus; Waldbaus, neben S. Hubertus; Alter Zielen, einfacher. Vgl. unten. Konditorei u. Café: K atzfuß, H ubertusallee 10; Ge rting,