Teil eines Werkes 
1 (1901) Nähere Umgegend Berlins
Entstehung
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i. Tegel und Umgegend.

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seit dem XIII. Jahrh. Stammgut des im Havellande weit­verbreiteten gleichnamigen Adelsgeschlechtes. Gleich darauf

35,5 km Nauen (* Hamburger Hof ; Deutsches Haus; Bahnrest. Omnibus durch die Stadt 10 Pf.; nach Pots­dam s. S. 112; nach Kremmen S. 51; nach Fehrbellin und nach Brandenburg s. Teil II), wohlhabende Stadt mit 8942 Einw., Sitz der Kreisbehörden für Osthavelland. Erwähnenswert sind die dreischiffige got. Jakobikirche (etwa XV. Jahrh.; 1874 erneuert), das Realprogymnasium, das stattliche Rathaus, bei dem eine bronzene Kolossal- büste Friedrich Wilhelms I., von L. Koch, steht, das Land­ratsamt, sowie die hübschen Anlagen im W. bei den Kirch­höfen. 1414 wurde N. auf Anstiften des aus Friesack ent­kommenen Dietrich v. Quitzow von den Pommern ver­brannt. Am 17. Juni 1675 hatte der Gr. Kurfürst hier sein Hauptquartier. Im J. 1732 stand Friedrich d. Gr. vor seinem Aufenthalt in Neu-Ruppin hier (Potsdamer Str. 50/51) einige Wochen in Garnison. Von N. nach Wildpark Bahn im Bau, s. S. 131.

Nach Ketzin, 15,5 km Kleinbahn für 90 u. 60 Pf. 2 km Nauen Chausseestraße; z wischen (5 km) Ma rkau u nd Markee hindurch und über die Lehrter Bahn vor (7 km) Röthehof , demnächst auch Endpunkt einer Kleinbahn von Brandenburg. 11km Etzin. Vs St. nw. Tremmen (Whs) mit interessanter Backsteinkirche des XV. Jahrh. (zwei Seitentürme mit Zwiebelkuppeln, außen am Westgiebel eine Kanzel). V* St.. von Etzin das bereits 1197 erwähnte Dorf Knoblauch , wo 1510 der Hostiendiebstahl verübt wurde, der die Ver­treibung sämtlicher Juden aus der Mark veranlasste: n. davon eine sogen. Schwedenschanze, ein germ. Burgwall,. auf der Höhe ein sehr vernachlässigtes (unzugängliches) Belvedere Friedrich Wil­helms III. 13 km Vorketzin. 15,5 km Ketzin (S. 131).

Nach dem Ziegenkrug (3Va 4 St.) und nach Vorw. Brieselang (c. 2Va St.). Den durch die Schwedenhetze vor der Fehrbelliner Schlacht berühmten Damm (Chaussee) durch das Luch bis (VsSt.) Rest. Weinberg. Hier r. Chaussee in die Nauener Stadtheide, einen schönen, gemischten Wald. Bei der (20 Min.) Wegteilung 1. durch wechselnden Wald (zuletzt Eichen) nach Paaren im Glien (1 St.; Gasth.), dann. Landweg zum Nordende von Perwenitz (Va St.). Weiter nach dem Ziegenkrug s. S. 42. Bei der oben gen. Wegteilung r. Chaussee an der Stadtförsterei (8 Min.) vorüber, in der 2. Hälfte etwas sandiger Landweg nach Vorw. Brieselang (1V4 St.; S. 42). Lohnender Umweg mit Benutzung des Fahrweges, der 3 Min. jen- seit des Forsthauses halbl. abgeht: bald in einem Gestell, nach 15 Min. halbl., weiterhin (besonders schön) über einen breiten Quer­weg (35 Min.), dann in 6 Min. (etwas feucht) an den Weg von Perwe­nitz, 1 Min. 11 . von der Großen Eiche (S. 42); r. in 25 Min. nach Vorw. Brieselang.

5. Tegel und Umgegend.

Vgl. Kießlings Spezialkarte der Umgegend von Tegel (1 : 40000).

Von Bahnhof Jungfern beide über Saat­winkel nach Tegel (2 3 /< St.; bis Saatwinkel PU St.). Südl. von Tegel dehnt sich, zwischen Spandau und der