Teil eines Werkes 
[Neue Nr. 3745] (1878) Sect. Trebbin / geognost. und agronom. aufgenommen durch G. Berendt, H. Gruner und E. Laufer
Entstehung
Seite
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8 Blatt Trebbin.

mit dem übrigen Theile des in die Karte hineinspringenden Nuhns­dorfer Plateaus, ebenso wie mit dem nördlich Kerzendorf bis zum Nordrande vorliegenden Theile des Hohen Teltow. Hier ist der Obere Mergel stellen- und strichweise vom Oberen Sande bedeckt, so dass erst mit Berücksichtigung der vielfach in die Karte farbig eingetragenen Bohrungen die auch hier gleichmässig zusammen­hängende Platte des Oberen Mergels erkannt werden kann.

Aber auch wo er unmittelbar an die Oberfläche tritt, bez. in der Karte mit der betr. Farbe angegeben ist, tritt er nicht in seiner unversehrten Gestalt als wirklicher Mergel, sondern nur als lehmiger Sand und Lehm in die Ackerkrume. Diese 1 bis höchstens 2 Meter mächtige, in einer meist ganz wellig auf- und nieder­steigenden Linie von dem eigentlichen Mergel scharf trennbare Rinde, welche nur als eine, durch jahrtausendelange Einwirkung der Atmosphärilien entstandene Verwitterungskruste des Diluvial­mergels betrachtet werden muss(Allg. Erl., S. 70), besteht wieder in ihrem unteren Theile aus dem bekannten Lehm, während sie oberflächlich nur noch als ein lehmiger, oft sogar nur noch schwach lehmiger Sand bezeichnet werden kann. Auf diesen lehmigen bis schwach lehmigen Sand, welcher als die eigentliche Ober­krume im Bereiche der dem Oberen Diluvialmergel angehörenden Flächen den Land- und Forstwirth in erster Reihe interessirt, geht der agronomische Theil der Allgemeinen Erläuterungen des Wei­teren ein und kann hier nur auf die dortigen, durch Analysen unterstützten Ausführungen hingewiesen werden*).

Der zunächst darunter und zwar, wie die agronomischen Ein­schreibungen innerhalb der Farbe des Oberen Diluvialmergels be­sagen, in circa 5 11 Deecimeter unter der Oberfläche folgende Lehm ist behufs seiner Gewinnung als Ziegelmaterial und zum sonstigen direkten Verbrauch bei Bauten, namentlich zu Lehm­wänden, zum Verschmieren der Oefen, zum Setzen derselben und

dergleichen vielfach aufgeschlossen. Fast jeder Ort besitzt seine

bestimmte Lehmgrube und entstehen und verschwinden je nach Bedarf bald hier bald dort kleinere. Da man zu letztgenannten

* 8; 70 und 8.85 ff: