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Durch Torfbildung wird ein Becken allmählich aufgefüllt und‘ trockener und gewährt dann größeren Pflanzen und Bäumen Standort und Nahrung. Zuerst siedeln sich Erlen, Weiden und Birken an; an trockeneren Stellen folgen Kiefern, Fichten und auch Eichen. Diesen Zustand nennt man Bruchwald, den Torf Bruchwaldtorf.
Das Bruch steht: dabei dauernd im Bereich des Grundwassers. und wird als Niedermoor oder Flachmoor bezeichnet, der Torf entsprechend als Flachmoortorf(tf). Die Flora besteht noch aus nährstoffliebenden Pflanzen.
Durch weitere Anhäufung von Torfmassen wird die Oberfläche allmählich dem Grundwasserspiegel entzogen, es findet eine andere Vegetation ihr Fortkommen. Das Moor entwickelt sich allmählich zum Hochmoor. Der Übergangszustand wird als Zwischenmoor bezeichnet.
Im Blattbereich kommen ausschließlich F lachmoortorfe vor, deren Flächen im einzelnen nur recht untergeordnete Bedeutung haben. Die größte Moorfläche im Blattbereich ist die erwähnte Halbinsel im Breiten Luzinsee und die Moorfläche nordöstlich von Schlicht.
Wenn mehr als 2 m Torf vorhanden ist, ist die Fläche als tf bezeichnet; dabei ist natürlich selbstverständlich, daß der Torf randlich keine 2 m mehr zu erreichen braucht, sondern in geringer Tiefe auf Sand oder Lehm aufliegt. Sind keine 2 m Torf erbohrt worden, dann ist das Liegende mit in die Karte eingetragen
worden(S= oder t£f[1]). Nur wenn sich etwa zwischen Torf
und liegenden Lehm noch Sand einschaltet, ist auf die Darstellung dieses Sandes verzichtet worden.:
b) Die Moorerde(h)
Bei der Bildung in nur kleinen Flächen kann der Torf versanden und in sandigen Humus übergehen. Er wird dann als Moorerde bezeichnet. Geht die Versandung noch weiter, dann kann das Gemenge nur noch als stark humoser Sand bezeichnet werden. Moorerde tritt immer nur als gering mächtige Decke über
anderen Bildung auf Ce© Mn):
c) Der Faulschlamm und Faulschlammkalk(fs, fsk) Während Torf rein pflanzlichen Ursprungs ist und entsprechend nur die Zellulose eine Rolle spielt, ist Faulschlamm eine Ablagerung, die tierischen und pflanzlichen Ursprungs ist. Es sind also auch Eiweiß und Fett bzw. deren Abbauprodukte darin enthalten. Er ist ein breiiger, dunkelbrauner bis schwarzer schmieriger Schlamm, der durch die Anhäufung und Fäulnis unter Luftabschluß aus den