Die geologischen Verhältnisse des Blattes 15
sind durch Erosion zerstört worden. Die in den jetzt aüufgegebenen
Tagebauen bei Geisendorf, Steinitz(Grube Holm). im Großen und Kleinen Göhrigker und im Jehserigker Tagebau, sowie in den Tiefbauen seinerzeit gewonnene Braunkohle gehörte dagegen dem Unterflöz an, das im Bereiche der Endmoräne stark aufgefaltet ist, so daß die Hereingewinnung seiner Sattelpartien in den genannten Tagebauen möglich war.
Das mehrfach genannte Bohrloch Raackow, welches das Tertiär ganz durchteuft, zeigt das Unterflöz nicht in seiner sonst üblichen geschlossenen Mächtigkeit, sondern enthält in verschiedenen Teufen mehrere geringmächtige Flöze, welche durch mächtige Sande, Letten oder Tone von einander getrennt sind und eine Gleichstellung mit dem ersteren kaum zulassen. Es sind darin folgende Braunkohlenflöze durchsunken worden:
bei 43,35 m Teufe 0,65 m Braunkohle, „56,00„„ 1,80»; „64,90„„ 50»,» und„ 147,80„„ 1,20,».
Die Flözanhäufung zwischen 43,35 und 64,90 m dürfte das zerstückelte Unterflöz darstellen. In der Bohrung Schorbus tritt uns dagegen wieder das Unterflöz in geschlossener Mächtigkeit von 12,50 m (74,50—87 m Teufe) entgegen. Das bei 147,80 m Teufe erbohrte Flöz entspricht einem älteren, das weiter östlich in einigen Bohrlöchern der Gegend von Cottbus in annähernd gleicher Tiefe angetroffen worden ist.
Der Kohlenkies, ein fast ganz aus gröberen Quarzkörnern bestehendes Gemenge, ist in der Bohrung Raackow in der bedeutenden Mächtigkeit von 26 m angetroffen worden.
Aus geschichteten, schokoladenfarbigen Tonen über dem Oberflöz der Senftenberger Gegend hat P. Menzel seinerzeit eine ziemlich reichhaltige Flora beschrieben(Abhandl. der Preuß. geolog. Landesanstalt, Neue Folge, Heft 46). Dieselben Tone mit den gleichen Pflanzeneinschlüssen sind auch vom Blatte Alt-Döbern bekannt geworden, und, da es nicht ausgeschlossen ist, daß dieselben auch in den Hochtlächen des Blattes Drebkau einmal aufgefunden werden, so seien nachstehend "die darin gefundenen Arten aufgeführt:
Taxodium distichum miocenicum Heer, Carpinus Ostryoides Göpp., Sequoja Langsdorfii Brgt. sp., Fagus ferruginea Alt. miocenica, Cephalotaxites Olrikı Heer sp., Castanea octavia Ung., Pinus 8Sp., Quercus pseudocastanea Göpp., Salix varians Göpp.,„ valdensis Heer., Populus balsamoides Göpp-., Ulmus carpinoides Göpp.,
» latior A. Br., cf. Benzoin antıquum Heer., 7 Juglans Sieboldiana Max. foss. Nath., cf. LZindera Sp.,
‚„. acuminata A. Br., Liqwidambar europaeum A. Br., Pierocarya castaneaefolia Göpp. Sp., Platanus aceroides Göpp., Betula prisca Ett., Spiraea crataegifolia Menz.,
„ subpubescens Göpp.. Cotoneaster Goepperti Menz., „ Brongmarti Ett., Crataegus prunoidea Menz., Alnus Kefersteinni Göpp Sp., Crataegus Sp., 1». rotundata: Göpp., Sorbus alnoidea Menz., Corylus insignis Heer., Rosa lignitum Heer., Carpinus grandis Ung., Prunus sambucifolia Menz,,
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