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16 Blatt Drebkau
Prunus marchica Menz., Aeer pseudocreticum Ett., cf. Cladrastris sp., Rhamnus Rossmässleri Ung., Rhus salicifolia Menz., Vitis teutonica A, Br.
„BD,; Ampelopsis denticulata Menz., Kvonymus Victoriae Menz,, Tilia parvifolia Ehrh. miocenica, Elaecodendron cf. helveticum Heer., Elaeagnus Sp,,
Tlex lusatica Menz., Trapa silesiaca Göpp.,
„ HFalsani Sap. et Mar., Acanthopanax acerifolium Nath., Acer trilobatum Stbg. Sp., cf. Aralia Weissü Friedr.,
„ crenatifolium Ett.,%„ Zaddachi Heer.,
„ polymorphum S. et Z.. mioce- Symplocos radobojana Ung.,
WicUmM, cf. Pterostyrax Sp.,
„ subcampestre Göpp., Fraxinus sp.
Über das Klima, welches zur Zeit des Bestehens dieser Flora herrschte, und über die Bedingungen, unter denen die Braunkohlen sich bildeten, sagt Menzel:
„Das Klima der Senftenberger Gegend zur Miocänzeit ist jedenfalls ein mildes und feuchtes gewesen; davon legen die überlieferten Pflanzenreste Zeugnis ab; die Buche verträgt kein extremes Klima und braucht zu allen Jahreszeiten Niederschläge; Kastanie, Platane, Linde u. a. bedürfen eines gemäßigten, gegen frühere Perioden weniger heiß aber feuchter gewordenen Klimas; feuchten Boden beanspruchten Weiden,
Pappeln, Erlen und Haselnuß, und die Sumpfzypresse, Taxodium distichum
Rich., die an/der Bildung der Kohlenflöze vorzugsweise beteiligt ist, und deren zum Teil noch aufrechtstehende Stümpfe ein trefflicher Belag für die autochthone Entstehung des Kohlenflözes sind, läßt mit den ihr vergesellschafteten Arten das Bild eines Waldmoores im Senftenberger Gebiete zur Miocänzeit vor unseren Augen erscheinen, das, wie Potonie hervorhebt, den Küstensümpfen(swamps) der atlantischen Staaten Nordamerikas habituell gleich war.“
Das Diluvium
Die auf dem Blatte nachgewiesenen diluvialen Bildungen gehören
verschiedenen Eiszeiten an. Während man die Ablagerungen der dritten, jüngsten Eiszeit als Oberes Diluvium zusammenfaßt, bezeichnet man diejenigen der mittleren(zweiten) und der ältesten(ersten) Eiszeit zusammenfassend als Unteres Diluvium.
Das Untere Diluvium
Ältere diluviale Bildungen sind zutagetretend nirgends mit Sicherheit nachgewiesen, sondern nur in Bohrungen angetroffen worden.: So hat die Bohrung Schorbus eine etwa 60 m mächtige altdiluviale Schichtenfolge durchsunken, deren oberer Teil aus mächtigen Sanden mit zwischengeschalteten dünnen Ton- und Geschiebemergelbänken besteht, während die untere Hälfte. aus einem geschlossenen, über 29 m mächtigen Geschiebemergel aufgebaut wird, dessen Liegendes noch ein 4 m mächtiger Sand bildet.\
Von diesen altdiluvialen Ablagerungen gehören der mächtige Geschiebemergel und der liegende Sand(zusammen von 30,5—64 m Teufe) wahr
scheinlich der ersten, ältesten Vereisung. an, während die meist kalkfreien,‘