Teil eines Werkes 
Grad-Abth. 59, Bl. 24 = 2437 = [Neue Nr. 4351] (1924) Drebkau / bearb. durch O. Clausnitzer ..
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen

"37 7 Die geologischen Verhältnisse des Blattes; 17 kiesigen Sande und Kiese zwischen 14,10 und 30,5 m Teufe interglaziale Flußabsätze sein dürften, d. h. Bildungen, die in der eisfreien Zeit zwischen der ältesten und mittleren(zweiten) Eiszeit zum Absatze gelangten. Die darüber folgenden kalkhaltigen Sande mit zwischengeschalteten kalkhaltigen Ton- und Geschiebemergelbänkchen dürften die Reste der meist der Zer­störung anheimgefallenen Schichten der zweiten(mittleren) Eiszeit sein, während die obersten, etwa bis 6,15 untertage herabreichenden, meist aus sandigem Mergel und Tonmergel bestehenden Ablagerungen bereits der jüngsten, dritten Eiszeit angehören(vergl. Profil, Tiefbohrung Schorbus).

Von unterdiluvialen Bildungen sind auf dem Blatte nachgewiesen Geschiebemergel, Ton, Sand und Kies.;

Der Untere Geschiebemergel, dm, unterscheidet sich in seiner Gesteinszusammensetzung nur wenig von dem Oberen(siehe weiter unten). Seine Farbe ist durchgehends ein bald helleres, bald dunkleres Grau. Seine Verwitterungsrinde ist durch spätere Vorgänge meist zerstört, und seine noch erhalten gebliebenen Reste sind durch die Überlagerung von jüngeren Ablagerungen vor weiterer Verwitterung geschützt worden, so daß sie ihre ursprüngliche Zusammensetzung, namentlich ihren Kalkgehalt und die Farbe bewahrt haben.

Auf dem Blatte ist er nur in der Bohrung Schorbus mit Sicherheit nachgewiesen(siehe Profil)..

Der Untere Ton, Tonmergel, dh, ist bald fetter, bald mehr oder weniger stark feinsandig, von hellerer oder dunklerer grauer Farbe und stets kalkhaltig. Auch er tritt nirgends zutage, sondern ist nur in der Bohrung Schorbus(Profil) und am Nordrande westlich Klein-Oßnig unter} Oberem Sand auf kleiner Fläche nachgewiesen. N m

Der Untere Sand, ds, ist ein vorwiegend aus Quarzkörnern, weißen und roten Feldspaten und anderen Mineralien bestehendes Gemenge von verschiedener Korngröße und Schärfe, in welchem die feineren, unter 2 mm Durchmesser besitzenden Bestandteile überwiegen, oder auch allein vorhanden sein können. Kalkgehalt ist fast immer vorhanden, nur in den als interglazial bezeichneten Sanden fehlt er nahezu immer oder ist nur noch in Spuren nachweisbar. Auch der Untere Sand ist nur im Bohrloch Schorbus mit Sicherheit nachgewiesen(Profil).

Der Untere Kies, dg, gleicht in seiner Gesteinszusammensetzung dem Sande, nur überwiegen in ihm die gröberen, über 2 mm im Durchmesser haltenden Gemengteile. Er ist in der Bohrung Schorbus in einer 2,20 m mächtigen Bank angetroffen, die aber im Profil ihrer geringen Mächtig­keit wegen nicht dargestellt werden konnte.

Das Obere Diluvium(die jungglazialen Bildungen); Die auf dem Blatte oberflächenbildend auftretenden Ablagerungen gehören zum weitaus größten Teile dem Oberen Diluvium an. Sie sind teils unter oder auf dem Eise, an seinem Rande oder vor letzterem ent­standen, teils sind sie in größerer oder geringerer Entfernung davon in eisfreien meist tieferen Gebieten zum Absatze gelangt. Da die ersteren meist die höher liegenden Landteile einnehmen, letztere die tieferen, so faßt man jene als Höhendiluvium oder im vorliegenden Falle als jung­glaziale Ablagerungen der Hochfläche, die anderen als Taldiluvium, hier besser als jungglaziale Ablagerungen der Niederung zusammen. Blatt Drebkau,% 2