Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 30 [Neue Nr. 4451] (1924) Jessen / bearb. durch A. Klautzsch
Entstehung
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Die geologischen Bildungen des Blattes Mn 13

rot bis ziegelrot ferretisiert und zu eisensandsteinartigen Bildungen ver­kittet. Anderseits tritt auch starke Verlehmung ein.;

Interglazialer Torf(dit) lagert im Aufschluß der Ostwand im Tagebau 1 der Grube Clara in einer Mulde dieser Kiese, etwa 5 m unter Tage. Nach den Beobachtungen Prof. Gagels, der s. Z. dieses Interglazial entdeckte, bildet das Liegende des Torfes über stark ferretisierten Kies eine dünne rotbraune Tonlage mit schlechten Blattabdrücken; der schwarze Torf selbst ist stark holzig, reich an Kieferrindenstücken, stark lignitisch und dünn geschichtet. Die pflanzlichen Reste sind meist schlecht erhalten.

Älterer Geschiebelehm(dm) der Haupteiszeit tritt östlich von Gosda, Jessen, Pulsberg und Roitz auf, auch wurde er unter Talsand os in den ehemaligen kleinen Ziegeleien südöstlich Terppe erschlossen. (dm Er ist stets völlig entkalkt, erscheint ungeschichtet und z. T. recht tonig. Durch Aufnahme von Braunkohlentonen, Braunkohle und dunklen Kohlen­letten erscheinen sie oft von tiefdunkler Farbe und machen den Eindruck von Lokalmoränenbildungen. Unter den Geschieben, die vielfach von Blockgröße sind, finden sich nordische und einheimische Gesteine, be­sonders reich sind sie an kleinen Quarzen südlicher Herkunft. Die ur­sprüngliche, in tieferen Aufschlüssen sichtbare dunkelgraue Färbung geht durch Verwitterung nach obenhin zumeist in dunkelbraune bis braunrote Farben über.

Gleichalterige Kiese und Sande(dg und ds) finden sich in weiter Verbreitung innerhalb der älteren Hochfläche, erstere besonders im Zug der älteren Endmoräne von Welzow über HaidemühlGosda Jessen bis Pulsberg hin.;

Die Kiese(dg) sind von grobem Korn und zeigen eine petro­graphische Zusammensetzung gemischter Art: nordisches und südliches Material und in wechselnder Menge vorhanden, doch überwiegt stets das letztere. Reich sind sie auch an verwitterten, weißen trüben Feldspat­körnern. Gute Aufschlüsse bieten die Gruben nördlich des Bahnhofs Jessen bei der Höhe 147,3 am Waldrande und am Bahnübergang am Wege JessenStradow. Sandiges Material ist ihnen vielfach beigemengt.

Die älteren Sande(ds) zeigen gleiche Zusammensetzung, sind aber von feinerem Korn. Sie bilden die Oberfläche der. weiten Wald­gebiete östlich Welzow und südlich Kausche, von Gosda, Jessen und Stradow und der Gegend von PulsbergRoitz. Oberflächlich zeigen sie eine starke Bestreuung mit kiesigem Material, besonders von weißem Quarz und nordischen Geschieben., Örtlich erscheinen sie in dünner ds

Decke über Kies und miocänem Ton() wie am Gehänge der Welzower ;

Berge bei Clara I und Kausche, Ostfeld und an der Jessener Ziegelei an

der Straße nach Pulsberg. Als© wurde das Gebiet der Bruchfelder

bei Grube Anna und Consul bei Pulsberg dargestellt, da hier überall in den zahlreichen Einbruchstrichtern die weißgelblichen Sande in dünner Decke über den groben Kiesen erscheinen. Um Roitz und Pulsberg lagern