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Die geologischen Verhältnisse des Blattes
Tertiär
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Diluvium वि... ०.१
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8. Talsand
Länge 1: 10000, Höhe 1: 2000
7. Glazialer Sand bis kiesiger Sand
6. Blöcke und große Geschiebe an der Sohle von 7
5. Sand und Ton wechselnd
4. Sand
3. Ton
2. Braunkohle 1. Liegende Sande.
Oststoß der Grube Brigitta, Dezember 1922
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Südstoß der Grube Brigitta, Dezember 1922
Westufer der Spree zwischen Trattendorf und Zerre durch die ElektrowerkAktiengesellschaft in Berlin das Kraftwerk Trattendorf angelegt worden.
Die zahlreichen im Grubenfelde niedergebrachten Bohrungen haben ergeben, daß die Kohle in schmalen Streifen ausgewaschen oder infolge von Faltung verschoben ist, daß das Flöz aber in größeren zusammenhängenden Flächen ruhig und ungestört erhalten geblieben ist; zuweilen wurden Reste eines schwachen oberen Flözes erschlossen.
In der weiteren Umgebung nimmt das Deckgebirge im Hangenden der Kohle bis zu etwa 100 m Mächtigkeit zu. Die Störungen der Braunkohlenformation sind größtenteils auf die Druckwirkungen des Inlandeises zurückzuführen; daneben haben die Schmelzwasser des Inlandeises streckenweise eine tiefgreifende erodierende Tätigkeit ausgeübt und die sonst beobachtete miocäne Schichtenfolge im Hangenden des Unterflözes ganz oder teilweise zerstört; zuweilen greift diese Erosion zonenweise bis in das Untere Flöz hinein, hat dasselbe zerstört und ausgewaschen, um an seiner Stelle glaziale Sande und Kiese abzulagern.
Mit Rücksicht auf die angedeuteten verwickelten Lagerungsverhältnisse muß darauf hingewiesen werden, daß ein genaues Bild des miocänen Untergrundes dieser Gegend, besonders östlich der Spree , erst durch systematische Abbohrung gewonnen werden kann.