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Die Seen des Blattes
Die Seen des Blattes
Auf dem Blatte Straupitz liegen in 2. Gruppen zusammen mehrere Seen. Die eine Gruppe mit dem größten von ihnen, dem Briesener See, liegt im Nordwesten des Blattes(Briesener See, Barbas- und Klein Leiner See) inmitten. der bewegten Endmoränenlandschaft, der Briesener See die größte Vertiefung derselben ausfüllend. Die andere Gruppe, Laasower
und Dutzend-See und vier kleinere Seen ohne Namen liegen in der
Syckadel-Straupitzer Torfrinne.. Letztere sind flach und in starker Verlandung begriffen. Der einzige See des Blattes von namhafter fischereiwirtschaftlicher Bedeutung ist der Briesener See. Seine größte Tiefe ist 4,8 m. Er zerfällt in 2 Teilbecken, die durch eine breite, weit in den
. See vorspringende wasser-bedeckte Platte von weniger als 2 m Tiefe
getrennt. werden. Das südliche Becken hat eine Durchschnittstiefe von 4,5 mn und ist seinerseits wiederum durch eine bis nahe an die Oberfläche herantretende nur von 1% m tiefem Wasser bedeckte Kuppe in 2 Teile
geteilt. Der Grund des Sees ist teils schlammig, teils fest und sogar
steinig, und zwar hat das Ostufer im wesentlichen festeren Grund als das Westufer. Hier finden sich in 2 kleinen. Buchten mächtige Torflager.. Vor diesen ist der Seegrund schlammig. Auf der inmitten der südlichen Seehälfte gelegenen Unterwasser-Kuppe befinden sich große Blockgeschiebe; der Grund ist hier fest und von einer üppigen Hartwasserflora bewachsen. Auch anderwärts, insbesondere an der am Ostufer in den See vorspringenden Nase, erschweren Blöcke am Seegrund das Fischen mit Zugnetzen. Hier ist auch die starke Verkrautung des Wassers durch eine üppige Hartwasserflora der Befischung des Sees nicht günstig.
Wie alle Seen des Flachlandes ist der Briesener See ein Relikt der Eiszeit; die gegenwärtigen Verhältnisse unseres humiden gemäßigten Klimas streben danach, alle diese Seen entweder in ein gleichsinniges Oberflächengefälle hineinzuziehen oder sie zu verlanden. Diese Verlandung geschieht speziell am Briesener See teils durch Pflanzenwuchs, teils aber durch erheblichen Sandtransport durch den Wind. Dieser treibt jährlich bedeutende Mengen von Sand von den allenthalben von sandigen Höhen gebildeten Ufern in den See. Dazu kommen Zirkulationsströmungen im Wasser des Sees, welche Vereinfachung der Konturen des Sees erstreben, einerseits die Buchten durch Nehrungsgebilde abschneiden, anderseits Vorsprünge abschneiden, ein Prozeß, der die Abschnürung des Sees von der Torfrinne im Nordosten bereits bewerkstelligt hat. Ein Becken mit weit mehr als 2 m Torf jenseits der Seebrücke zeigt eine Phase früherer: Ausdehnung des Sees in der Diluvialzeit. Heute noch ist die