Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 5 [Neue Nr. 4050] (1923) Straupitz / bearb. durch F. Kaunhowen
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Die Seen des Blattes

Die Seen des Blattes

Auf dem Blatte Straupitz liegen in 2. Gruppen zusammen mehrere Seen. Die eine Gruppe mit dem größten von ihnen, dem Briesener See, liegt im Nordwesten des Blattes(Briesener See, Barbas- und Klein Leiner See) inmitten. der bewegten Endmoränenlandschaft, der Briesener See die größte Vertiefung derselben ausfüllend. Die andere Gruppe, Laasower­

und Dutzend-See und vier kleinere Seen ohne Namen liegen in der

Syckadel-Straupitzer Torfrinne.. Letztere sind flach und in starker Ver­landung begriffen. Der einzige See des Blattes von namhafter fischerei­wirtschaftlicher Bedeutung ist der Briesener See. Seine größte Tiefe ist 4,8 m. Er zerfällt in 2 Teilbecken, die durch eine breite, weit in den

. See vorspringende wasser-bedeckte Platte von weniger als 2 m Tiefe

getrennt. werden. Das südliche Becken hat eine Durchschnittstiefe von 4,5 mn und ist seinerseits wiederum durch eine bis nahe an die Oberfläche herantretende nur von 1% m tiefem Wasser bedeckte Kuppe in 2 Teile

geteilt. Der Grund des Sees ist teils schlammig, teils fest und sogar

steinig, und zwar hat das Ostufer im wesentlichen festeren Grund als das Westufer. Hier finden sich in 2 kleinen. Buchten mächtige Torflager.. Vor diesen ist der Seegrund schlammig. Auf der inmitten der südlichen See­hälfte gelegenen Unterwasser-Kuppe befinden sich große Blockgeschiebe; der Grund ist hier fest und von einer üppigen Hartwasserflora bewachsen. Auch anderwärts, insbesondere an der am Ostufer in den See vor­springenden Nase, erschweren Blöcke am Seegrund das Fischen mit Zug­netzen. Hier ist auch die starke Verkrautung des Wassers durch eine üppige Hartwasserflora der Befischung des Sees nicht günstig.

Wie alle Seen des Flachlandes ist der Briesener See ein Relikt der Eiszeit; die gegenwärtigen Verhältnisse unseres humiden gemäßigten Klimas streben danach, alle diese Seen entweder in ein gleichsinniges Oberflächengefälle hineinzuziehen oder sie zu verlanden. Diese Ver­landung geschieht speziell am Briesener See teils durch Pflanzenwuchs, teils aber durch erheblichen Sandtransport durch den Wind. Dieser treibt jährlich bedeutende Mengen von Sand von den allenthalben von sandigen Höhen gebildeten Ufern in den See. Dazu kommen Zirkulations­strömungen im Wasser des Sees, welche Vereinfachung der Konturen des Sees erstreben, einerseits die Buchten durch Nehrungsgebilde abschneiden, anderseits Vorsprünge abschneiden, ein Prozeß, der die Abschnürung des Sees von der Torfrinne im Nordosten bereits bewerkstelligt hat. Ein Becken mit weit mehr als 2 m Torf jenseits der Seebrücke zeigt eine Phase früherer: Ausdehnung des Sees in der Diluvialzeit. Heute noch ist die

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