Teil eines Werkes 
1983 = [Neue Nr. 3653] (1929) Frankfurt a.d. Oder / geolog. und agronom. bearb. durch K. Keilhack ...
Entstehung
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406 Blatt Frankfurt a. O.

sanden bestanden, die pechschwarzen, völlig lignitfreien Kohlen wiesen mit Sicherheit darauf hin, daß mit diesem Schachte die liegende Flözgruppe erschlossen worden war. Beim Erlängen des Rudolf-Stollens, dem der Otto­Schacht ursprünglich als Lichtloch dienen sollte, überfuhr man die Ver­werfungskluft, an das der südliche Teil der Grube abgesunken war, siehe Beiblatt, Figur 1). Diese Kluft fiel mit 50° nach N ein, die Sprunghöhe; um die der südliche Teil ins Liegende verworfen war, betrug etwa. 13 m.

Nicht mehr im Zusammenhang mit diesen Braunkohlen steht im SW eine kleine geschlossene Mulde, deren Rand durch Flöz II gebildet wird, das in unregelmäßiger Weise zu Tage tritt. Von den beiden Schächten Minna und Wilhelm, die noch tiefere Flöze erschlossen, brachte ersterer 19,35 m, letzterer 235,11 m Saigerteufe ein.

2. und 3: Grube Hermann, Grube Körner und westliche Fortsetzung

Im Bereich der Gruben Hermann und Körner wurden sämtliche drei Flöze der hangenden Formsandpartie und das oberste der Kohlensandpartie gebaut. Ihre Lagerung war ziemlich regelmäßig und einfach. Sämtliche Flöze besaßen in dem Felde der Grube Hermann im großen und ganzen ein ziemlich flaches Einfallen nach N bis NW und ein Streichen von W nach O bzw. von NW nach SO. Im einzelnen wechselt das Einfallen sehr ge­mäß den Faltungen, denen die Flöze nach ihrer Ablagerung unterworfen worden sind, siehe Beiblatt, Figur 2.

Nach NW zu wird das gesamte Feld dieser Grube von einer streichen­den Verwerfung durchsetzt, durch welche diese Flöze gegenüber den Flözen der Grube Körner ins Liegende verworfen wurden. Die Sprunghöhe läßt sich aus den beiden Profilen Beiblatt, Figur 2 und 3 annähernd bestimmen ZU 7580 m.

Die drei hangenden Flöze waren auf eine streichende Länge von etwa 1000 m bekanhıt und gebaut.

Bei dem nun folgenden, von. den Flözen der Grube Hermann durch eine Verwerfung getrennten Felde Körner wurden wieder die vier hangendsten Flöze gebaut, die auf eine streichende Länge von 1500 m erschlossen waren. Abgelagert waren diese Flöze in Form einer Mulde, deren Nordflügel über­kippt war(siehe Figur 2 und 3). Ein gerade auf der Überkippung an­gesetzter. Brunnenschacht.:(siehe Figur 3. und 4) ergab. nach ‚BUSSE.(2) folgendes Profil:

Lehm 5. EU OL Toniger, gestreıfter Formsand: 6,01: Grünlicher Ton... 078 Knollensteine(= tonigeSphärosiderite)- 0,26 Grünlicher fester. Sand... AO Grünlich-weißer Sand.. U A 1 Grünlicher Sand mit Muscheln... 5,28 Toniger, gestreifter. Formsand==... 5,283. Kohle(= Flöz HD: EZ Grauer Formsand N 0,09 Kohle(= Flöz I) 1: nicht durchbohrt.

Die betreffenden Schalreste waren leider derartig zerstört, daß Sie zu einer Altersbestimmung der Tone nicht taugten. Indessen mehrten sich die

') Kopie aus PLETTNER.(23).