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Teltow-Hochfläche 11
bei der Aufnahme nicht berücksichtigt zu werden. Die Talsandflächen der Niederungen sind zumeist mit ausgedehnten Waldungen bestanden, sie boten bei der geologischen Aufnahme keinerlei Schwierigkeiten.
Dann kommt die Zone der Schrebergärten und der lockeren Bebauung, in der die Beobachtungsmöglichkeiten schon seltener werden.
In der Innenstadt ist alles bebaut oder oberflächlich stark verändert. Der Geologe ist bei seinen Untersuchungen nur auf die Aufschlüsse für die Gründungsarbeiten und auf die Bohrungen angewiesen. Es haben starke Bodenveränderungen stattgefunden, fast überall liegt eine mehrere Meter mächtige Schicht von aufgefülltem oder verändertem Boden an der Oberfläche. Daher sind die älteren geologischen Karten von Wichtigkeit, sie wurden beim Entwurf der vorliegenden Karten mit verwendet.;
I. Hochflächen
Die Hochflächen sind flach gewellt, einige Kuppen und Oszüge beleben das Landschaftsbild. Die Vegetation der sandigen und der kiesigen Teile der Hochflächen hat einen besonderen Charakter im Gegensatz zu den fruchtbaren Geschiebemergelgebieten der Grundmoränenlandschaft. Der SW des Aufnahmegebietes wird von der Teltow-Hochfläche eingenommen, der NO von der Barnim-Hochfläche. Zwischen den beiden Hochflächen erstreckt sich in wechselnder Breite das WarschauBerliner Urstromtal mit dem von N bei Reinickendorf einmündenden breiten Tal der Panke.
; a) Teltow-Hochfläche
Die"Teltow-Hochfläche nimmt den größten Teil des Blattes Berlin-Süd und die Südwestecke des Blattes Köpenick ein. Ihre Oberfläche ist in einzelnen Teilen, besonders an den Rändern stark bewegt, bei Lichtenrade, zwischen Lankwitz und Marienfelde und auf dem Tempelhofer Felde ist sie jedoch sehr eben. Der Hochflächenrand ist zwischen Bohnsdorf und Rudow durch Sand- und Kiesvorkommen sehr beachtenswert. Am Nordabhange des Falkenberges liegt bei der Kolonie Falkenberg ein stark kuppiges Sand- und Kiesgelände, das durch starke Kiesbestreuung auffällt. Dieses kleine Geländestück wurde als der nördlichste Teil der bereits erwähnten Endmoräne Königs-Wusterhausen—Eichwalde bezeichnet. Weiterhin tritt hier am Hochflächenrande mehrfach unter der Geschiebemergeldecke der Untere Sand heraus, so östlich des Falkenberges, dann bei Alt-Glienicke und bei Rudow. Auch westlich Bohnsdorf tritt der Untere Sand auf der Hochfläche in größerer Ausdehnung zutage.
Beachtenswert sind kleine‘ Seen, die teils rund, teils langgestreckt in die Hochfläche eingesenkt sind, z. B. die Feld-Pfühle, der’Reh- und Klarpfuhl, ferner der Reetepfuhl und der Katzenpfuhl bei Rudow. Diese Geländesenken sind als Sölle zu bezeichnen. In der Grundmoräne waren Eisblöcke eingelagert, die später abschmolzen, als das