Teil eines Werkes 
1837 = [Neue Nr. 3446] (1937) Berlin-Nord : [geologische Karte] / geolog. und agronom. für die 2. Aufl. bearb. durch C. Dietz ; unter Benutzung der Aufnahme von G. Berendt vom Jahre 1881/82 für die bebauten Gebiete
Entstehung
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Teltow-Hochfläche 11

bei der Aufnahme nicht berücksichtigt zu werden. Die Talsandflächen der Niederungen sind zumeist mit ausgedehnten Waldungen bestanden, sie boten bei der geologischen Aufnahme keinerlei Schwierigkeiten.

Dann kommt die Zone der Schrebergärten und der lockeren Be­bauung, in der die Beobachtungsmöglichkeiten schon seltener werden.

In der Innenstadt ist alles bebaut oder oberflächlich stark verändert. Der Geologe ist bei seinen Untersuchungen nur auf die Aufschlüsse für die Gründungsarbeiten und auf die Bohrungen angewiesen. Es haben starke Bodenveränderungen stattgefunden, fast überall liegt eine mehrere Meter mächtige Schicht von aufgefülltem oder verändertem Boden an der Oberfläche. Daher sind die älteren geologischen Karten von Wichtigkeit, sie wurden beim Entwurf der vorliegenden Karten mit verwendet.;

I. Hochflächen

Die Hochflächen sind flach gewellt, einige Kuppen und Oszüge be­leben das Landschaftsbild. Die Vegetation der sandigen und der kiesi­gen Teile der Hochflächen hat einen besonderen Charakter im Gegen­satz zu den fruchtbaren Geschiebemergelgebieten der Grundmoränen­landschaft. Der SW des Aufnahmegebietes wird von der Teltow-Hoch­fläche eingenommen, der NO von der Barnim-Hochfläche. Zwischen den beiden Hochflächen erstreckt sich in wechselnder Breite das Warschau­Berliner Urstromtal mit dem von N bei Reinickendorf einmündenden breiten Tal der Panke.

; a) Teltow-Hochfläche

Die"Teltow-Hochfläche nimmt den größten Teil des Blattes Berlin-Süd und die Südwestecke des Blattes Köpenick ein. Ihre Oberfläche ist in einzelnen Teilen, besonders an den Rändern stark bewegt, bei Lichtenrade, zwischen Lankwitz und Marienfelde und auf dem Tempelhofer Felde ist sie jedoch sehr eben. Der Hoch­flächenrand ist zwischen Bohnsdorf und Rudow durch Sand- und Kiesvorkommen sehr beachtenswert. Am Nordabhange des Falken­berges liegt bei der Kolonie Falkenberg ein stark kuppiges Sand- und Kiesgelände, das durch starke Kiesbestreuung auffällt. Dieses kleine Geländestück wurde als der nördlichste Teil der bereits erwähnten Endmoräne Königs-WusterhausenEichwalde bezeichnet. Weiterhin tritt hier am Hochflächenrande mehrfach unter der Geschiebemergel­decke der Untere Sand heraus, so östlich des Falkenberges, dann bei Alt-Glienicke und bei Rudow. Auch westlich Bohnsdorf tritt der Untere Sand auf der Hochfläche in größerer Ausdehnung zutage.

Beachtenswert sind kleine Seen, die teils rund, teils langgestreckt in die Hochfläche eingesenkt sind, z. B. die Feld-Pfühle, derReh- und Klarpfuhl, ferner der Reetepfuhl und der Katzenpfuhl bei Rudow. Diese Geländesenken sind als Sölle zu bezeichnen. In der Grund­moräne waren Eisblöcke eingelagert, die später abschmolzen, als das