Teil eines Werkes 
Teil 3 (1910) Weitere Umgegend Berlins : (östliche Hälfte)
Entstehung
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12. Küstrin.

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Die Berliner Chaussee führt w. am Schützenhause (S. 72) vorbei in die (2,5 km) Müncheberger Stadtforst. (Vom Bahnhof gelangt man ebendahin über Schlagenthin in 50 Min. bei St. 49,2.) 3 km weiter (1. guter Fufsweg) die freundlich gelegene Waldschenke Neu­bodengrün. Jenseits noch 1,8 km durch Wald. Dann ohne Schatten zum (2,1 km) Whs. Wildermann , wo der westliche Teil der Forst (Misch­wald) beginnt; an seinem Ende (3,3 km Fh. und gegenüber Gasth. Heidekrug (ordentlich, z. Ü.), kurz vor der Grenze des Kreises und des Regierungsbezirkes (vgl. S. 66), 7 km ö. von Bhf. Herzfelde (S. 56). Vom Heidekrug nach Hangeisberg sowie über Kagel nach Ält-Buchhorst s. Teil I. Links (s.) von der Chaussee beginnt kurz hinter dem Ende des östl. Teiles der Forst bei St. 44,4 ein anderer angenehmer Weg nach Heidekrug (1 3 A St.); in Hoppegarten (Whs.), das seinen Namen von dem bis ins 19. Jahrh. hier blühenden Hopfenbau hat, bei der (V4 St.) Brücke r., dann kurz hintereinander 2 mal 1., an der Niederung (1.) hin, zum (25 Min.) Maxsee (70 ha); nach 10 Min. von ihm r. ab das Gestell aufwärts in 3 Min. zura eigentlichen Fahrwege, ihn 1. nach (20 Min.) Neue Mühle , wo die Löcknitz , hier Mühlenftiefs genannt, aus dem Maxsee fliefst, und r. nach (35 Min.) Heidekrug, von Neue Mühle nach Hangeisberg s. S. 102. Rechts (n.) von der Chaussee führen mehrere Wege nach Wüste-Sieversdorf. Entweder jenseit von St. 47,0 (10 Min. vor Neubodengrün) halbr. Fahrweg; nach 10 Min. nicht 1., sondern hier wie weiterhin immer möglichst geradeaus, später durch die Sieversdorfer Heide , zuletzt eine ganz kurze Strecke nahe der Bahn nach 1. zum (40 Min.) Übergang bei Bude 34; jenseits am Jagdhäuschen ,Klein-Letzlingen (1.) vorüber, z. T. durch abgeholztes Gebiet, an den (25 Min.) Weg von Heidekrug und r. nach Wüste-Sieversdorf (6 Min.; im ganzen von Müncheberg 2 l /2 St.). Oder erst bei St. 40,4 (V'4 St. vor Heidekrug) r. noch Va St. durch Wald, dann schattenloser, aber fester Landweg neben dem Boten Luch (1.), später neben Wald (r.) zum (50 Min.) Bahnübergang bei Bude 33, jenseits wieder am Waldrande hin durch eine Akazien­allee nach (Va St.) Wüste-Sieversdorf. Von hier nach Buckow s. S. 67.

12. Küstrin.

88 km von Bhf. Friedrichstrafse (Ostbahn, 1867 vollendet) nach Bhf. Küstrin-Neustadt in IV 22 8 A St. für 4,40, 2.90 (Schnellzug 5,40, 3,40) M.

Über Strausberg (S. 56) und JR ehfelde nach Dahms­dorf-Müncheberg s. S. 66. 59 km Trebnitz i. M. (Erfr.), einst mit Zisterzienser-Nonnenkloster, das am Anfang des 13. Jahrh. von Schlesien aus gegründet wurde (vgl. S. 66). Vgl. die Karte S. 48.

Nördl. Chaussee (8 km; Omnibus 3mal, So. 2mal für 50 Pf.) über Wulkow nach Neu-Hardenberg ( Woickes Gasth., z . Ü., mit Garten, am Nordende). Das fast 2 km lange, von Alleen durchzogene Dorf am Oderbruch mit 1450 Einw., die meist als Bauhandwerker in Berlin arbeiten, entstand im 13. Jahrh. und gehörte mit Ende des 17. Jahrh. den Markgrafen von Schwedt (S. 44). Das Gut schenkte 1763 Friedr. der Gr. seinem Retter in der Kunersdorfer Schlacht, v. Prittwitz (vgl. S. 121), 1814 Friedrich Wilhelm III. unter Änderung des früheren Namens Quilitz in den jetzigen nebst 12 andern Gütern dem Kanzler Fürsten v. Hardenberg. In der 'Dorfpromenade ein auf die letztgenannte Schenkung bezügliches Denkmal (Obelisk) von 1843. Daneben die von Schinkel 181617 umgebaute Kirche , deren Turm durch den elliptischen Oberstock merkwürdig ist; aufsen im O. ein dorischer Giebel, vor dem Hardenberg (f 1822 in Genua) und die Seinen begraben sind; innen in der Apsis neben der Kanzel Bilder der 4 Evangelisten von Bertini, in einer Nische der Rückwand des Altars