Teil eines Werkes 
Teil 3 (1910) Weitere Umgegend Berlins : (östliche Hälfte)
Entstehung
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25. Der Oberspreewald.

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und Aussichtsturin), einem Burgwall, auf dem in alter Zeit wahr­scheinlich das Schlofs der Lübbener Kastellane stand.

Von Lübben nach Beeskow, 40 km (Fortsetzung der Kreis­bahn von Uckro-Luckau, vgl. Teil II). Von Lübben-Nord (S. 167) an der Westseite der Staatsbahn hin, dann über sie nach (4 km) Hart- mannsdorf , 10 Min. südl. vom Dorfe (S. 166). Über die Spree (BUck nach der Stadt) nach (8 km) Börnichen-Schiepzig (S. 165). 14 km Krugau ; 17 km Gr. Leuthen. 22 km Wtttmannsdorf. Wieder über die Spree kurz vor (28 km) Briescht (Erfr.). 32 km Tauchei 35 km Kohls­dorf. 40 km Beeskow (S. 158).

[Je 1 St. n. von Wittmannsdorf (Chaussee, z. T. durch Wald), w. von Briescht (Landweg) liegt Cossenblatt (Gasth. beim Schlosse, z. Ü.). Auf einer Insel der Spree das kasernenartige Schlofs, erbaut seit 1699 von dem in den Türkenkriegen bewährten Generalfeld­marschall II. Albr. v. Barfufs fvgl. S. 53; gest. hier 1704), 1736 von dessen Sohn unfreiwillig an Friedrich Wilhelm I. verkauft, der von da ab jährlich hier einige Zeit weilte und zahlreiche Bilder zustande brachte; seit 1851 ist es Privatbesitz. Weiter nach dem Scharmützel­see s. S. 157.. von Briescht Landweg über Sabrodt und Trebatsch (Gasth.; am Westende ein altes Steinkreuz) nach (IVa St.) Satvall, wo die Spree in den Schwielochsee (S. 172) einfliefst, weiter vom See ziem­lich ab nach (50 Min.) Zaue , wieder dicht am See gelegen, und über Ressen nach Bhf. Goyatz (1 St.; S. 172). Von Sawall oder Zaue an benutzt man besser einen Kahn.]

25. Der Oberspreewald.

Vgl. Kiefslings Spezialkarte vom Spreewald (1:50000).

Etwa in der Mitte ihres Laufes (von der Quelle auf dem Lausitzer Gebirge im Kgr. Sachsen bis zur Mündung in die Havel 397,5 km; Höhe bei Bautzen 180 m, bei Cottbus 72 m, bei Berlin 32 m) durchfliefst die Spree zwischen Cottbus und Wend.-Buchholz die nur durch den Pafs bei Lübben getrennten Niederungen des Ober- und des Unterspreewaldes (vgl. S. 165). Ursprüng­lich ein grofses Seehecken, später ein mit Urwald bedeckter Sumpf, werden beide Teile von einem Gewirr unzähliger Elufsläufe durchzogen. Im Oberspreewald (20700 ha; Länge 28 km, Breite 711 km), von dem gegenwärtig kaum noch/e mit Wald bedeckt ist (vgl. S 175), lassen sich im wesentlichen zwei Haupt- flufsmassen unterscheiden, deren einzelne Arme meist wendische Namen tragen: im N. die Malxe und weiter­hin die Gr. Mutnitza; im S. der deutlicher verfolgbare Strom der Burger Mühlspree, der sich von Leipe bis Lübbenau teilt, um sodann auf dem Wege bis Lübben als Neue Spree alle Arme an sich zu ziehen. Schmalere Wasserrinnen (wend. grobla, d. i. Gräblein, fm Gegen­satz zu den Hauptverkehrsadern, wend. zerra) führen von allen Eanddörfern in die Wiesen; jeder Besitzer verfügt über wenigstens zwei der flachen, langen Kähne, die nicht gerudert, sondern gestofsen werden (gewöhnlich 7,5 m 1., 1,2 m br., Tiefgang 0,2 m).