Der „R a w" (R. Salman Lodier) nennt die Konsonanten die Mineralien des Geistes, den 2Q11 der Seele. Sowie der Hohepriester aus den in die Edelsteine des Brustschildes eingegrabenen Buchstaben weissagt, so lag vor dem inneren Sinne Adam's der Sprechapparat des Gehirns offen. Der Mensch vereinigt in sich sämmtliche Reiche der Schöpfung in gesonderten Systemen. Das Herz mit dem Blutgefäßsystem entspricht dem Thierreich, das Zentralnervensystem dem Pflanzenreich, das Gehirn mit seinen phosphorsauren Kalken dem Mineralreich. - Der Gedanke kann sich durch das vegetative System im Menschen, im bewußten Zustande wenigstens, nicht äußern, im thierischen System, dem eigentlichen Sitze des Gefühles, nur in Lauten. Die Musik, deren Modulationen der jüdische Chasan mit dem Ausdrucke „Gedanken" zu belegen gewöhnt ist, ist die Sprache des über dem Bewußtsein liegenden inneren und höheren Sinnes, des sogenannten Unbewußten. Daher hebt die Musik die exoterische Gedankenthätigkeit auf, wendet die Seele nach innen und war deshalb die Begleiterin der Prophetie. Sie steht in gegensätzlicher Richtung zur Sprache, welche die eigentliche Verbindung des Bewußtseins mit der Außenwelt und die Herrschaft des Menschen über dieselbe Herstellen soll. Die Seele wählt daher das ihrer Wesenheit am entferntesten stehende Mineralsystem, den an sich sprachlosen 2211 gerade um seiner Gegensätzlichkeit willen, als Ausdrucksmittel, wie auch der Sitz des Sprachorganes nach Broca an der äußersten Peripherie im linken Stirnlappen befindlich sein soll, was dem Satze des U? cbchim entspricht, der die Aeußerungen der Seele in llledel, Kol, vipbur, Gedankenstimme, Tonstimme und Sprache eintheilt, der ersteren die rechte, der letzteren die linke Seite des Gehirns anweist.
Nehmen wir nun das Wort 1^1^ (der Hirnscheitel), den Sitz des
„Willen" genannten Urverstandes, des Kuclmui lm5ecdel des Balschemtow! Die Verdoppelung der Wurzel bedeutet nach einer Regel des R. Israel Koziniecer den Kern der zur Mittheilung gelangenden Vorstellung, hier also den Punkt des Punktes, den Mittelpunkt. Die dreibuchstabige Wurzel nach Aben Esra, der nur solche anerkennt, wäre also 1^, davon auch nestucla, der Punkt, wie im laiei-, nischen von paniere „stechen", weil der Punkt durch einen Stich des Griffels hervorgebracht wird. Im.äußeren physikalischen Bau der Sprache ist die dreigliedrige Wurzel mit äußerster Konsequenz angewandt. Für die innere, chemische Bildung der Sprache ist gleichwohl Raschi's Ansicht von zwei- und einbuchstabigen Grundwurzeln unentbehrlich. Die Wurzel 1>2 bedeutet: ruud, ebenso, wie 12 llai rurda meradarmn rcscdeb ebacl vr'i^uleb stach sagt der Talmud, ein Gelehrter soll einen spitzen Kopf und einen runden Sitz haben (resclled ellaä nA^uIek stack.) Kack (12) heißt „Krug". Dieses dein Slavischen entlehnte
deutsche Wort bedeutet dort wörtlich: „rund". Aus Kack (12') wird Kackur „der Ball" und aus 1P wird Kockckra „der runde Topf". Davon in einer rein äußerlichen Bildassociation Kackrut „die Schwärze", die Farbe des rauchgeschwärzten Topfes, ebenso wie parur „Tops" und „Schwärze" bedeutet. ^1^ heißt „der runde Nacken". Durch Vorsehung des K wird rastack gebildet, „tanzen", d. h. sich im Kreise drehen. Das K ist das Bild der Bewegung 11 „fließen", 1> „schießen, 0r „das Licht", d. h, die schnellste Bewegung. Zur Hervorbringung des I< soll die größte Zahl der Schwingungen des Sprachorgans — etwa 5800 haben die Physiologen ausgerechnet — nöthig sein. Der Instinkt gebraucht dasselbe als Bewegungssymbol, ohne erst nachzurcchnen. In Verbindung mit dem Nachbar des dem 2 bildet das 1 vielfache Bezeichnungen des Runden. 12 — davon Kerern,
auch im keltischen ström — „Kreis", 122 „der Kreis", der Bezirk (circus und