Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
499
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499 Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mark Brandenbing. L Kap. Sos

Der Wind von 1552. nach Laetare hat in Berlin groſſen ſchaden gethan; wiewohl nicht gemeldet wird, worin der ſchaden be­ſtanden. Der von 1553. hat zu Berlin Herzogs Mauritii, Churf. zu Sachſen inwen, dig im Schloſſe am gange ſtehendes bildnuͤß oder ſeule herunter und den kopf abgeworfen, worauf bald deſſen tod bei Sibershauſen er­folget. Ang. ſ. 349.|)

A. 1563. fein 2 Thuͤrme, einer zu Sten­dal, der ander zu Seehauſen eingeworfen. Angel. ſ. 362. und zu Berlin von S. Ma­rien der Knopf herunter geworfen worden. Der von 1579. hat bei der Hammermühle, eine halbe meile von Arnswalde, die bauz me aus der erde, und die Schneidemuͤhle zerriſſen, von der Waſſermuͤhle das dach mit den ſparren herunter über einige baüme weg in den garten geworfen; und in dem Dorfe Schönfeld einige in einer riege ſtehende hauͤ­fer, auch dergleichen bauͤme, wie auch ein ſtuͤk vom Kirchendach niedergeriſſen. Angel. ſ. 381. Dieſer iſt gleich dem dom 29 Jan. 1568. der unter andern die Menſchen zur erde geworfen. Ang. ſ. 571. und dem vom 14 Aug. 1582. welcher in der naͤhe von Prenz­low einen Schaͤfer ſamt ſeinen Schafen quf­gehoben, und auf das naͤhſte feld geſetzet: welches uns um deſtoweniger unglaublich ſein darf da wir zu unſern zeiten 1735. bon dergleichen Wind vernommen haben, daß er in Franken zu Tiefendorf gleichmäßige wuͤr­kung gehabt, und unter andern ein Bauer­haus aufgehoben, und an eine andere ſtelle berſetzet. Man nennet ſolchen Wind L) phon oder Vortex. der ſonſt in Teutſchland und benachbarten Reichen nicht unbekannt, und 1679. 2 Sept. in Italien erſtaunlich ge­wutet, wie es vom Ludolph Hiſt. Aethiop. LI. C. V. ſ. 103, zu leſen: und 1703. 6 Dec. pat ein ſolcher Wirbelwind die größefte bauz me aus der erde gedrehet, Menſchen, Vieh, wagen u. ſ. w. in die Luft gefuͤhret, und eben­falls Hauͤſer an andere ſtellen verſetzet. S. Hrn. Prof. Winklers in Leipzig Abhandl. de Vento Tiffendorflano, und Varen. Geogr. General. IL. I. c. XXI. Prop. 2. Dieſen hat die Mark auch empfunden, indem er an hauͤſern und bauͤmen gewaltigen ſchaden berurſachet, unter andern auch den höͤlzern Thurm zu Radun in der Neumark aus ſei­nem fundament gehohen, und einen fuß weit fortgerukket. Und wir werden von dieſer ahrt noch verſchiedene antreffen, die ehen ſo in der Mark gehauſet. A. i606. 30 Jul. wurden nicht allein die Garben auf dem felde durch die Luft weit fortgeruͤlket, ſondern auch

mit getreide beladene wagen umgeſtůrzet.

S. Kehrberg Beſchr. der Stat Königso, IL Abth. ſ. 40. ö. In dem winter des jahrs 16 48 iſt der Wim, der auch allſchon den 16 Nob. mit einem groſ­ſſen Sturm ſeinen anfang genommen, den Neuenſahrstag ſo heftig geweſen, daß er zu Frankfurt die fahne an dem Nahthaus, thurn herunter geriſſen, und den knopf der­maſſen gebeuget, daß er abgenommen wer, den muͤſen, welches man nach der Zeit für einen vorbohten der in naͤheſten jahren ent. ſtandenen zerruͤttungen zwiſchen dem Mas giſtrat und der Buͤrgerſchafft gehalten. A allerheftigſten iſt er am folgenden 15 Febr, geweſen, da er in der nacht angefangen und faſt den ganzen tag gedauert, und zwar in der Stat Frankfurt keinen merklichen(has den gethan, iedoch fo ſehre geſtuͤrmet, daß es gelaſſen, als wenn es lauter donnerſchlige waͤren, und man die Predigt in der Kirche nicht wohl vernehmen konnen. Hergegen hat er auf dem Lande unterſchiedene Schafe und andere ſtaͤlle, als in dem Kloſter Neuen­zelle, zu Tucheband und anderswo einge= worfen und das vieh darin erſchlagen, auch iſt die Thurmſpitze von St. Katharinen Kirche zu Hamburg abgeriſſen worden, und ſonſten allda, und anderswo in den See {täten groſſer ſchade geſchehen. vergl. Beſchr. von Prenzlow XIX. Kap. Ill Abth. 9. V. Eine gleichmaͤßge beſchaffenheit hat es mit dem winter von A. 1660, his 6i gehabt, deſſen at fang gleichfalls den 16 Nov. welches damahls der Freitag in der Frankfurter Martin imeſt war abends gegen guhr mit einem ſehr gro fen Sturm ſich erauͤget, und hielt der wind mit den buden auf dem Markte übel haus, ſo daß man aus etlichen derſelben den folgen­den morgen die leinwand und ſpitzen hin und wieder zerſtreuet liegen, auch zum theil auf andere huden hinauf geworfen ſahe. Der

Urheber der Beſchreibung des Oder­

ſtrohms ſ. 181. meldet, er Hätte auch un­ter andern das Herrenhaus, darin die bor­nemſte hochzeiten gehalten wurden, niederge­worfen, welches iedoch nur ein einzelner ſtei­nerner giebel nach der Oder zu geweſen, wel­cher an gedachtem hauſe noch uͤhrig war, und damahls herunter geworfen ward, das haus aber ſonſten ſchon lange borher müßte dach und fachloß und zu allem gebrauch un­tuͤchtig geſtanden. Am folgenden andern Sonntag des Advents am 9 Dec. entſtund abermahl fo ein heftiger Sturmwind, wel cher einige gebauͤde in der Lebuſiſchen Vor­ſtat niederwarf, und auf S. Marien Kirch­hof bei der Oherkirche einen fremden ö. m

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