Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
511
Einzelbild herunterladen

zur Dritter Theil, Naturgeſchicht der Mark Brandenburg. J Kap. zun

Krais gelegenen Dorf in eines Bauers, An⸗ wand mitten im hauſe/ und die Treppe herun. dreas Beiers, haus eingeſchlagen, und alda ter die offenſtehende hausthuͤre zerſchlagen, ein Maͤgdlein von 5 fahren getoͤdtet, an und hiernaͤchſt den Prediger Hr. Joach. Jr. welchem man iedoch beim aufheben nichts Wernichen, und ſeinen bei ihm ſtehenden Hei, mehr geſehen als einen rohten ſtrich auf em nen Sohn nieder und auf dem ruͤlken ge. leibe; einem Hund aber, ſo nahe hei dem worfen, da deſſen Ehegattin und Tochter bon Kinde gelegen die haare ganz verſenget, ob 6 jahren auf fühlen geſeſſen, alleſamt aher er ſonſt noch wohl lebendig geweſen. Das auſſer ſich ohne empfindung geweſen, und merkwirdigſte dabei aber iſt, daß, nachdem wieder zu ſich ſelbſt gekommen, ohne daß ie­durch gedachten Donnerſchlag das haus dieſes mand ware tödlich beſchaͤdiget worden. Bald Einnbohners in brand gerahten; niemand hernach traf ein ander ſchlag die bon der aber von den nachbarn zugegen geweſen, in Pfarre nicht weit abſtehende hohe Linden, und dem fie insgeſamt faſt eine halbe meile davon jerſpaltete ihrer 7. dabon mit einem mahl. mit dem grasmaͤhen zuthun gehabt, und Bei dem allen aber iſt keine entzündung ge; der Prediger Johann Lehmann ſelbſt auf den weſen, welches bei den ſchwefelbildern am Thurm geſtiegen um die ſturmglokke zu lau⸗ meiſten zuperwundern... ten, das Gewitter, ſobald er hinauf gekom⸗ A. 1725. 18 Jun. iſt bei Schlagentin men auch in den Thurm geſchlagen, der ge⸗ Arenswald. Inſp. ein Bauerlnecht, Mich. ſtalt, daß die eiſerne baͤnde an der groſſen Klade, der kurz vorher eine ſchwangere Ii glokle abgeborſten als wenn fie ein ſchwert geunerfrau durch ſein unharmherziges ſchla­von einander geſchlagen hätte, Worber gen zum ach und weh! über ihn zurufen ge. dann der Prediger unverrichteter dinge wie⸗ bracht, im 35 jahr ſeines alters aufm felde der herunterſteigen müſſen, der Thurm aber erſchlagen und der pflugſterz, den er gefüͤh­auch dadurch ſo hart beſchaͤdiget worden, daß ret, zerſplittert worden. Es iſt an ihm die mauer geborſten, und er das jahr her⸗ nichts als ein brauner flek uͤber dem einen nach můſſen abgebrochen werden. auge, und zwiſchen dem groſſen und zweiten A. 1712 hats zu Prizwall in die Kirche zehe am rechten fuß ein loch zu ſehen geweſen: eingeſchiagen, und bas holz vom ſtaͤnder und 9 nach Pfingſten ſein durch einen eimzi­ſo berwandelt, daß es ſteinhart geweſen und gen ſchlag bei Gruͤningen 6 ziehende Karren, wie ein ſtein ſich ſchaben laſſen. Zu Straß⸗ pferde getoͤdtet worden. burg ſollen alle fiſche in dem See geſtorben A. 1728. 2 Mai iſt durch den Blitz des fein? nachdem der Donner damahls in den· Predigers in Bantikau Kyritz. Inſp. geböfte ſelben geſchlagen.( ö zafyanngeſtekket und verbrannt, und ſoll Joh. A. 1720. 1 Aug/ iſt zu Zahlen einem Filial Arends Chriſtenthum aus der aſche ſein her­von Arendſee, der Schäfer Juͤrge Tepelmann. vorgeſuchet worden, an welchem nur der im 635 jahr feines alters vom Wetter alſo er⸗ korduanband etwas berſenget und auf dem ſchlagen worden, daß er mit dem angeſicht titul die rohte buchſtaben bleifaͤrbig ausgeſe­auf der Erde gelegen, die kleider alle hom hen haben; dahero es als etwas ſeltſameß leibe, ſelbſt auch die ſchuh und ſtruͤmpfe theils nach Halle ins Waiſrnhaus geſchilket wol abgebrant, theils um den koͤrper herum zer⸗ den. Es iſt dieſem buch dieſe ehre Sites ſtreuet gelegen, und der hut hinten einen wiederfahren, und da dergleichen erzehlun­ſpalt gehabt, ſonſt aber der körper under: gen ihren wiederſpruch, auch ihre bertheihi, ſehrt geweſen, auſſer daß man am kopf im ger gefunden: ſo uͤberlaͤſſet man denenſelben nakken ein wenig geritzetes und am fuß eine und dem Geneigten Leſer die entſcheidung, ganz leichte berletznng wahrgenommen. und was er hierin glauben oder nicht glauben Merkwürdig iſt auch wegen feiner wun⸗ will, und merket nur an, daß des Churfůrſt derbaren wuͤrkung das Gewitter, welches Joh. Georgens bekanntes Brandenhurg. 1724. abends bor Johannis von morgen her Gebehtbuch, Stett. 1624. in to in der er. ber die Altmark weggezogen, und zu Zich⸗ oberung von Stralſund A. 1678. auf gleiche tau Kalb. Infp. in die Pfarre und durch die weiſe unterm brand fol ſein erhalten worden, oberſte ſpitze des dachs wohl an 6 orten in wie hiervon Hr. Martin Friedr. Seidel A. das haus hineingeſchlagen, faſt alle ſtaͤnder 1690. 7 Aug. einen beſondern auſſatz hinter­und riegel der helfte des Hauſes zerſpaltet, laſſen. DO ein ſtrahl in der ſtudirſtuhe, im zweiten(ok"Das heftige Gewitter, welches Ar 17 306. alle fenſter zerſchmettert, auch das Baro am 2. Pfingſttag unſer Berlin, und ſonder­metrum, und unterſchie dene bon ſchwefel ges lich S. Petri Thurm und Kirche betroffen goſſene bilder zerſprenget, ferner durch eine und ein ſolches andenken hintenaſen*

2

533 7 3 OO.

27

8 8

K

ern 2

w 2 t ¶⏑ SL

d/ 86 6 m w ,, e za