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515 Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mark. Brandenburg! Kay. 516
beide Höfe abgebrannt, daß weder der eine, noch der ander die ſchwelle ihrer hauͤſer betreten koͤnnen.
den mit Kaufmannswahren beladenen und mit 5 pferden beſpannten wagen bor Bombek, Salzwed. Inſp. 4 pferde nieder und todt, und zwar ſo, daß 3 hinter einander gehende pferde, auf deren mittelſten der Fuhrmann, Gottfried Menzner aus Bunzlau in Schleſien geſeſſen, getoͤdtet, auch die deichſel und etwas vom wagen beſchaͤdiget, der Juhrmann
aber, ob er wohl mit dem pferde erſtarret
niedergefallen, doch unbeſchaͤdigt erhalten worden, da er eben das lied geſungen: GOtt der Vater wohn uns bei. An zweien der erſchlagenen pferde hat man an dem kopf und hals eine wunde, als wenn kopf und hals mit einer piſtolenkugel durchſchoſſen waͤre: an den beiden andern aber nichts verſpuͤhret, welche ſcheinen gedämpft und erſtikt geweſen zu ſein; inſonderheit da die lunge ganz aufgetrieben anzuſehen geweſen.
A. 1740. 8 Aug. fein morgens nach S uhr
auf dem Gielsdorſiſchen felde 7 Knechte, die unter einem baum ſich niedergelaſſen, alleſamt geruͤhret und auſſer empfindung geſetzet worden, einer auch todt geblieben, die uͤbrige aber alle wieder zu ſich gekommen; wiewohl ſie lange gefaͤhrlich krank gelegen.
A. 1740. am 4 Sept, hats zu Köͤpenit
mit einem ſchlag an bier aus einander gelege
nen orten, nemlich in einem ſchorſtein, und im dritten Haufe dabon in einen birnbaum, dann in die windmuͤhle, wo es einen flügel weggenommen, und endlich auf einen mit holz beladenen ſchiffe in den maſtbaum geſchlagen, und dieſen zerſchmettert. S. tz 35 A. r 741. im anfang des Auguſt, abends um 10 uhr hat das wetter zu Tripleben, einem Schulenburgiſchen Guhte in der Altmark eine ſtiege rokken in wenig augenblik zu aſche berbrannt: da man des morgens unter der aſche einige zu dem zahrteſten weißen pulver zerſchlagene feuer⸗ und lieſelſteine, auch viel muͤkken und ſommervoͤgel theils todt,
theils an den fluůgeln ein wenig verſenget, theils
auch unverſehrt angetroffen, daß ſie dabon fliehen köͤnnen.)
Wir werden aber mehr ſolche traurige begebenheiten in den folgenden Theilen hin und wieder bei der Staͤte hiſtorien finden: hier aber nur noch dieſes melden, daß kein ort in der ganzen Mark Brandenburg borhanden, der mehr und oͤfter mit dieſem zörnzei= chen Gottes und vielmahligen entzuͤndungen
A. 1739. 22 Sept. ſchlug das Wetter; bor einem von Hamburg nach Leipzig gehen
wäre heimgeſuchet worden, als die Stat Stendal in der Altmark, als woſelhſt vor ungefehr so Jahren der Thurm in dem Dom, und nur vor wenig jahren beide Thuͤrne zu
S. Marien und zu S. Jacoh zugleich ge. troffen worden, der letzte auch bis auf das
gemauer abgebrannt. Andere dergleichen begebenheiten zu verſchweigen, derer hei heſchreibung der Stat Stendal in dem folgenden IV. Th. IB. Il. Kap. S. MAVI. mit mehrern wird gedacht werden.
Auch derjenigen Donnerwetter und Blitze zu gedenken, welche auſſer ihrer gewöhnlichen zeit im winter vorgefallen, ſo hat A. 1555 am Neujahrabend ein entſetzliche ungewitter mit donnern und blitzen gewuͤtet. Ang. ſ. 354.
A. 1643. am Chriſtag abends iſt zu Morin und in den herumliegenden Doͤrfern ein helleuchtender Blitz und darauf ein ſehr ſtarker donnerſchlag beobachtet worden, daß in Morin die fenſter gehebet, iedoch von keiner weitern folge geweſen. A.rI5 15. 10 Fehr. hats des nachmittags gegen 3 uhr bei Oderberg gedonnert und geblitzet, wie in den heiſſeſten ſommertagen, dabei auch ein platzregen und ſturmwind ſchaden gethan. A. 20.7 Fehr. iſt bei Oderberg regen und ſchnee gefallen, und dabei 2 donnerſchlaͤge geſchehen. An. 1723. zwiſchen dem 29 Dec. und 1 Jan. 1724. hats um 12a uhr in der gegend Wrizen, Oderberg ꝛc. ſtark geblitzt, iedoch ohne zu donnern.
Bei Bucholz Fuͤrſtenwald. Inſp. am 26. Dec. 1731. aber hats unter ſturm und regen ſehr heftig gedonnert und geblitzet.
A. 1733. 25. Dec. hat zwiſchen 10 bi
12 uhr ein ſolches gewitter die gegend Be denik, Oderberg, Freienwalde, Kuͤſtrin Landsberg a. v. W. betroffen, da die feuerſtrahlen bis auf die erde geſchoſſen, und au fer dem donner ein ſchrekliches getoͤſe bom ſturmwind gehoͤret worden, dabei daz bie in den ſtallen gebrůllet, zu Konig walde auch durch einen ſchornſtein in die ſtube, iedoch ohne entzuͤndung eingeſchlagen.
Das jenige gewitter aber iſt ganz auſſerordentlich geweſen, welches A. 73 4.15 Feb abends zwiſchen 6 und 7 uhr die Neumar und einen theil von der Mittelmark, ſonderli Wriezen, Königsberg, Schoͤnfließ, Lands berg Berlinchen u. a. m. in ſchrellen geſehzet zu Zuͤllichow g hauͤſer, zu Roſenthal, Koͤnige, berg. Inſp. die Kirche, 6 hauͤſer und 4 ſcheunen in brand geſetzet und zerſtöͤret, zu Friedeberg und Gieſenhrůt in die thůrme geſchlagen, wie wohl nur am erſtern ort gezündet, welches abet
auch hald gelöfchet warden Der i ii on]
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