Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
763
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daß der Braütigam 6 Obſt⸗ und 6 Eichbauͤ­me an einem bequemen ort gepflanzet: im winter und ſommẽr ſollte er ein pfand nieder­legen, daß ers thun wolle, welches nach be­glaubigung, daß es geſchehen, wieder zuge­ben. Wenn kein platz hinterm hauſe, ſo ſollte auſſer dem Dorfe eine ſtelle dazu angewie­ſen, die Eichen aber in den Heiden gepflan­zet werden: Und ſollten bei den Amtsrech­nungen allemahl ein aufſatz beigeleget wer­den, wie viel Eheleute getrauet, und ob die Bauͤme gepflanzet worden. Den Vaſallen und Magiſtraten iſt gleiches thun zulaſſen befohlen worden. Sollte auch von den Pre­digern zweimahl des jahres abgeleſen werden. Jagt⸗ und Holzbediente ſollten ſich erkundi­gen, obs geſchehen ſei. Corp. Conſtit.. B. Il. Abth. N. XXXVII. ſ. 95. Dieſes hat 1691. 19 Maͤrz Churfuͤrſt Friedrich III. wiederholet, und dahin erweitert, daß auſſer dem pflanzen auch auf die begieſſung und wartung, auch auf andere Bauͤme als Ruͤ­ſtern, Linden, Weiden, Eſpen 2c. auch Buſch­obſt geſehen, und wann Eichen zum bau ge­ſchenket wuͤrden, fuͤr iede geſchenkte Eiche 8 junge Eichen, für halb bezahlte 4 ſtuͤk, für berkaufte 2 ſtuͤk gepflanzet werden ſollten. ibid. ſ. r 10. n. 5. Ja es iſt A. 1716. 14 März wiederhvlet, und den Predigern ſonderlich anbefohlen worden darauf zuhal­ten, und daß diejenige, welche nicht pflanzen koͤnnten, für jedes(tu 2 gr. erlegen ſollten. Weil man{ich aber ſaumig dabei bezeiget: ſo wurde A. 1719. 9 Apr. die berordnung ſonder­lich von 1691 mit einigen zuſaͤtzen vermehret, welche dahin gingen, daß die pflanzplaͤtze mit graben oder zauͤnen abgeheget, und darin Eichen, Buͤchen und Ekkern geſaͤet werden ſollten, bei welcher ſaͤung wie man ſich zu verhalten hatte, ein gedrukter unterricht bei­gefuͤget worden. Ein junger Ehemann ſoll­te wenigſtens 6 Obſthaume pflanzen: weil aber nicht ein jeder mit den waldbauͤmen wüßte umzugehen, ſpu ſollte er für jedes ſtuͤk 2 gr. erlegen, und dafür bon den Forſtbedien­ten die pflanzung geſchehen: waͤre er aber ſolches zuerlegen nicht im ſtande: ſo ſollte er ſolches durch putzen und warten der Bauͤ­me abarbeiten: auch ſollten allerhand Bat: me, wo es ſich nur ſchikte hingeflanzet wer­den. Nun wurde zwar noch in eben dem 1721. jahr, was das pflanzen des jungen Ehemanns betrift, wegen gewiſſer urſachen wieder aufgehoben: allein die übrige dinge ſein doch geblieben; auch zu erſpahrung des holzes unterm dato Wuſterhauſen 1727. 7Okt. verordnet worden, daß anſtat der

63 Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mart Brandenburg. UL. Kap. ga 4

hoͤlzernen zauͤne lebendige Hekfenzax

leget werden ſollten. c. A TE ll Kap. f. 375. auch unterm dato Ver in 19 Mai 1729, die ſchönung und pflanzun der Weiden, Linden, Ruͤſtern, Eſpen z.. term 16 Aug. 1722. und 21 Mai 739 aher der jungen Eichen ins beſondere anbefohlen: C. Contin. 1. ſ. 252. S. jezt regierende Koͤnigl. Majeſtaͤt tragen gleiche Landes hter liche ſorge für die Holzung und haben des, fals gleichmäßige befehle unterm dato Berl 19 Febr. 1743. it. Berlin 27. Aug. 1745, Contin. Ill. ſ. 7, ergehen laſſen, und die wei. fe verordnungen der Durchl. Vorfahren nicht allein beſtetiget, ſondern auch zur wirt lichkeit gebracht. Wannenhero man hin und wieder in den Heiden durch die ganze Mark mit jungen Baumen beſaͤete flelken antrift, aus welchen die pflanzung junger Bauͤme bes fördert und jaͤhrlich biel 100 ſtuͤk ausgt­hoben und in den Waldungen hin und wie­der, wo ſich platz dazu findet, verpflanzt werden, von welcher loͤblichen einrichtung das Land ins kuͤnftige groſſen nutzen hahen wird; ſonderlich wann ſelbige auf dem Fuß fortgeſetzet wird. Auch wird dieſes zur Hol­zung ein groſſes beitragen, daß S. K. M. unterm dato Berlin 21 Jul. 1747. das ſo ſchaͤdliche Maien ſetzen gegen den 1 Mai und gegen Pfingſten vor und in den Hauͤſern und Kirchen gänzlich aufgehoben. Corp. Conſt. Cont. Ill. ſ. x78. Welche weife horſicht

dann nicht allein dem beſorglichen mangel

vorbeuget, ſondern auch den vortheilhafti­gen Holzhandel unterhält; inſpnderheit da auch die ausfuhre des Brennholzes gänzlich verboten iſt; und auch die Vaſallen undlinter­thanen für den zuwachs ſorgen. Wie dann des wuͤrkl. Geh. Etatsrahts und Krieget⸗Mimni­ſters Hrn. bon Goͤrne Exc. A. 1726. duch einen Hollaͤwdiſchen Planteur 1000 jung Eichen in die Heide zu Kugkan und Plauen, und in der Luchau einen lebendigen aun, det Hr. Landraht von Otterſtat vor Jnnchorf und andere von Adel anderswo biel 1000 Eichen ꝛc. pflanzen laſſen. In der At mark und ſonſt ſein gewiſſe ſandige zum geh ­bau untuͤchtige gegenden, mit Tannen, gich­ten und Kienhauͤmen befäet, welche. falls glüllich fortkommen, wie ſchon erimert.

10. Hlernaͤhſt trift man in dieſen DV den die. Eichel und Buchmaſt. ö. che ſowohl den zamen, als den wilden 2 ren, mithin auch den Einwohnern ſehr* zu ſtatten kommt: und iſt dieſes alles; gen allerhand verordnungen auf einen gew 6

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