275 Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mark Brandenburg. Ill. Kap. 776
herbſtluſt in der gegend genommen, den 18 Seyt. von derſelben mit eigener hand gefaͤllet worden. Deſſen ſtellung, in welcher er damahls geweſen, Tab. XVII. n2. u. hei dem kupfer des Neuengrabens mit einverleibet: das geweihe aber auf Sr. Kön. Maj. befehl abgezeichnet und in kupfer gebracht, von ſolchem
auch hieher genommen worden; wobei der
Fürſtl. Anhalt. Naht Friederich Calenus
nebſt etlichen hierauf gemachten verſen einige anmerkungen aus den Naturkuͤndigern, ſo von den Hirſchen und andern vierfuͤßigen Thieren geſchrieben, zuſammengetragen, daß nemlich Herzog Wilhelm zu Baiern unter ſeinen vornemſten ſtuͤkken ein geweihe von 42 enden gehabt, und ſolches der Königin Marien in Hungarn geſchenkt. Auch daß ein Herzog in Pommern in der Heide bei Tanne, eine meile von Golnau, einen Hirſch von 34 enden gefaͤllet, und zu deſſen andenken daſelbſt eine ſteinerne tafel aufrichten laſſen; ingleichen daß auf dem Saal des ſogenannte Junkerhofs zu Danzig ein geweihe von 32 enden vorhanden geweſen, wovor der Herzog in Preußen damahls 500 Fl. geben wollen, wie dann dergleichen bei dem Jonſton. Hiſtor. Natur. de’ Quadrup. ſ. 87. Teiler Itin. Germ. c. 3i. f 405 und c. 7. n. 6. ſ. 308. zu leſen, derer keines iedoch bei weiten nicht an die gegenwartige anzahl gereichet. Er gedenket auch aus den Franzoͤſiſchen Reiſebeſchreibungen des großen Hirſchgeweihes zu Amboiſe in Frankreich, ſo 40 pfund ſchwer fein folk, deſſen wahrheit aber andere in zweifel gezogen, und es fuͤr ein Factitium gehalten. S. Golniz Itin. Gall. ſ. 263. Die Carmina des Hrn. Caleni hierauf alle herzufuͤgen, wurde zu weitlauͤftig ſein: das erſte derſelben aber lautet alſo: AM Sexaginta apicum& ſex altum cornua cervum. ö! Fridrici terti Martia dextra ferit. Vix tot habent ali tres cervi;& ſic velut uno. Ictu tres cervos perculit una manus. Auguror hinc: Vincet tres hoſtes unus J ut unum,. Ac tres aetates vivet in orbe hominis. dic triplo faciens plus, quam Heros feiM cerit unus, Ternus vel Triplex Tertius ille cluet! An der ſtelle, wo das Thier gefaͤllet worden, iſt ein 12 bis 14 fuß hohes aus werkſtuͤkken beſtehendes denkmahl aufgerichtet, auf deſſen einen ſeite der kopf und geweihe auf der andern aber folgende nachricht eingehauen und die buchſtaben verguldet fein:
Dieſen Hirſch hat in der Brunſtzeit mit eigener Hand geſchoſſen der Durchlauchtigſte Großmaͤchtigſte Fuͤrſt und Herr, Herr Friederich der Dritte, Margraf und Churfuͤrſt zu Brandenburg im Ambtt, Biegen auf der Jacobdorf
ſchen heide den 188epthr. anno 1696. hat gewogen fuͤnf Centner 35 pfund nachdem er ſchon 3 Wochen geſchrien.
Daſelhe ſtehet auch noch.
Wann im uͤbrigen das feine richtigkei hat, was von Lippenike gemeldet wird, daß
etwa im jahr 1712. im See ein Hirſch tot
gefunden worden, der angeſchoſſen, und von 166 enden geweſen; davon das geweihe der damahlige Oberferſtmeiſter von Mühlen: heim dem Koͤnig nach Berlin gebracht: ſo wuͤrde dieſe ſeltenheit von einer noch wiel groͤſſern uͤbertroffen ſein.
Auſſer dieſen finden ſich noch einige andere Thiere, welche theils wegen ihrer groͤſe, theils wegen ihrer zeichnung merkwürdig fein.
A. 1205. hat man in der Spandauiſchen Statheide einen Hirſch angetroffen und gefangen, welcher ganz tiegricht geweſen, auf dem ruͤkken einen groſſen weiſſen flel gleich einem Engliſchen ſattel, um die augapfel einen rohten ring und rohte ſchalen als korallen gehabt, und für was ſelt ſames gehalten, dez wegen auch abgeſchildert worden, und noch iebb ſowohl auf dem Königl. Schloſſe, als unter S. Exc des Geh. Ftatsrahts und Oberſagerm. Hrn. Gr. von Schlieben ſchildereien, auch fonft bei andern Jagtbedienten zuſehen; und ſein damit die Hirſche zuvergleichen, welche bor einigen jahren ſich in der Altm gefunden, und einen weißen breiten ſtt über die vorderlauͤfe und zimmer gehabt; in gleichen ein Hirſch aus der Dre kiſchen Heide 1718. der vom nalken an Uber den ganzen ruͤlken bis an die keulen einen hand. breiten und vom ruͤkken rechter hand bis un tern bauch einen fu retten frei gehaht n auch der punte Hirſch, ſo 1701. bei i gefangen und in dem Koͤnigl. NRaturalienl v
net zu Berlin aufgeſtellet worden; au
Thier, ſo yu bei Maßin ſich fangen laſen wi nach Porsdant' in den Faſanengarten. bracht orden. Dieſes iſt meiſtens ſchim
gewcſn, und hat auf den keln, ze die DE
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