31 Siühfeet‘ Theil,. Buch. L Kap. len zu Jerichow di ſullen des vorgenanthen
biſcops vnd ins goddeshuſes fin, vnd vber
daz lant zu phande vor dit vorgenanthe mit Plawe. Aber daz hus zu Jerichow ſal vns offen ft gen dem biſcop vnd aller gemeynliche. Waz ouch die Burckman von Wolmerſtede vnd von Aluensleue vnd ander ſine inan des biſcops gutdes in vnſeme lande von dem Marggrauen von Brandinborg gehat haben, welcherleige daz fi daz ſal hinnen vort mer ir recht len ſie. Hir mitde ſulle wir genzlichen entſcheidet ſi, waz her bns auch lihet, daz ſal her uns gebe fine brife, ond ſal des bekenne vnd gewere als ez recht iſt, vnd wir ſullen vme vnſe brife wider gebe daz wir daz von yme enphangen haben. Wir ſullen ouch vme ſchafen unſes herren des Keyſer brife, alſo als ſi deme biſeope vnd ſime goddeshuſe alſo als gedeidinget ſint. Daz ſulle wir tun twiſchen vnner vrowen worzmeſſe mantag di na kompht, tethe wir des nicht, ſo ſolde wir in rithen zu Tangermunde bi der elbe vnd ſolden dar lige als legens recht iſt, vnd ſolden nicht dannen kome, wir en hetten die brife geſchicket oder teydens mit ſinem willen. Wir ſullen ouch ſchicken daz vnſe herre
der Keyſer mit zwein fuͤrſten om di len
ſenden ſal, die her von deme riche haben ſal, her ſal ouch halden dem riche vor zwein furſten als fin recht iſt. Wir ſullen ouch lazze den biſcop vnd ſime goddeshus an allerleige anſprache, daz uns in diſeme brife zu lene nicht betheidinget iſt. Ouch ſal der biſcop vns lien daz vnſe voruaren die Marckgrauen von Brandinburg Woldemar vnd Jan von ſinen voruaren vnd von ſime goddeshuſe gehabet hat daz daz hir vor vz nicht beſcheiden iſt. Weyme ouch der Keyſer hizze die len lihe, die ſal diſſe vorgenanten brife ſcaffe, her vnd die biſcop belene, ſturbe aber der Kayſer, er her daz entſcheidethe, weder he die len habe wolde dem Marckgrauen von Myſſen oder vnſen Brudern, fo. ſolde di kure an vns ſtan, weder wie es wolden vnſeme Swager von Myſſen, oder vnſen Brudern welcheme wir under diſen kuren die hir vor benanth ſint, di ſolde nicht vns an diſeme geloubde ſtan oder man en nicht ſolde belenen 2c. Ludwig hat auch die Srter und Land, welche nach Woldemars tode erlediget worden, vom Erzbiſchof zu lehn erhalten. angef. o. ſ. 37. n. 44. J x. Nach dieſer zeit haben ſich die Markgrafen von Brandenburg dieſes Land entweder ganz oder zum theil, nachdem es die
Von der Altmark inzgemein..
gelegenheit der damahligen zeiten und ihr eigener zuſtand mit ſich gebracht, heſeſſen: geſtalt dann zu zeiten einige ſtuͤkke dabon den jüngern Prinzen bon der Marlgriſ. Jamilie zugeeignet worden, welche daher auch ihre beſondere namen bekommen. Theo. doricus, einer von Albrechts des Baͤren jüngſten Soͤhnen, wird Graf von Wer ben, Comes de Werben, genannt in dem ſchenkungsbrief der Aebtißin Hatwig an dat Stift zu Gernrode beim Popperod in den Annal Gernrod. ſ. 433. Henrich, Otten des L Sohn, Graf von Gardelegen, Co. mes de Gardelege: Albrecht gleichfalls Ottens des Sohn, Graf zu Ardenburg, Comes in Ardenhurgz; wie in den folgen, den Annalibus weiter wird zu ſehen ſein. Ums jahr 13 19 aber iſt ſie der Markgrifjn Agnes, Markgrafen Heinrichs ohne land Tochter und Churfuͤrſt Woldemars hinterlaſſenen Witwe an fat eines Witwenguts die zeit ihres lehens zugenieſſen uͤberlaſen worden, die ſie auch bei fernerer verehligung mit ihrem andern Gemahl Herzog Otto zu Braunſchweig auf ehen ſolche weiſe beibehalten, auſſer daß ſie A. 1320 Arneburg, Scehauſen, Werben und Kremme dem Erzbiſchof Burchard von Magdeburg geſchenket. Und haben beide dieſe Fürſtliche Eheleute ſich nachhero, Herzog Otto, Bominum Antique Marchie, und Frau Agnes Dominam Antique Marchie zu zeiten geſchrieben, und Frau Agnes ahſonderlich in Teutſchen, Vrouw von der Ob denmark. Und obwohl die Altmuͤrker Mark graf Ludwig dem Altern A. 1324. dit. Sebaſtian d. 24 Januar. die erbhuldigung gethan, ghehuldeget to rechtem Erve: p hat fie doch dieſer nichts deſtoweniger an Herzog Otten verwieſen, ihm zeit leben ju gehorſamen, dem fie auch gehuldiget in cben dem jahr 1324 in Octava Agnetis. Wo bei es zwar verblieben: es hat aber doch ö den folgenden jahren wie in ſolchen fellen A geſchehen pfleget, nicht an wieder willen 1 fehlet, indem immer einer über den 4 wegen angethanen abbruchs und{cha* ſich beſchweret, der auch endlich ſo weit 2 gebrochen, daß A. 1341 beide yon* Stat Stendal um hülfe angeſprochen: wig zwar weil er ihr Erbherr ware, nen aber weil er ihr zeitlicher Herr waͤre ö ſie ſich mit Eid und Pficht verwan eren, macht hätten; welche fache in. růͤhret dalijchen Geſchichten weiter wird e* werden: hiß endlich Herzog Otto ge und