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33 Fünfter Theil, J. Buch. L Kap.
und alſo die Altmark voͤllig wieder in der zeitlichen Markgrafen zu Brandenburg, damahls der Baieriſchen, hernach der Bo: (miſchen haͤnde gekommen. Bei den Baieriſchen und Woldemariſchen unruhen hat die Altmark auch nicht ganz und gar ſtille geſeſſen; obwohl die bewegung daſelbſt ſo gar heftig nicht geweſen.)
X. A.1360.@Iudica haben ſich die Markgrafen Ludwig und Otto gebruͤdere mit der Ritterſchaft und Staten einer geſamten beſchuͤtzung halber vereiniget: Bekennen bor „unß und unſen Erden, dat w des over Heyn ſin gedragen mit unſen Mannen in der „Oldenmarke. und mit unſen Rat„mannen und Borgen unſer Stat tu „Stendal und andern Ratmanne und Bor„gen unſer Stede beide Soltwedel, Tan„germunde, Gardelegen, Oſterborch, Se: „huſen und Werben, wat unſer eyn liet „oder duet an Eene oder an andern Gude, „dat{cal die ander Stede holden: wer ok „dat unſer eyn ut dem Lande toge, wat di ander het oder duet di in dem Lande blivet „dat ſeal die ander di utme lande if ſtede und „gantz holden. Mit veſtunghe des brives, „die gegeven iß tu Stendal ꝛc. 1360. O Ju„dica. war bi geweſt fin die Erwerdige Ba: „der in Gode Herr Henrich Biſſchop tu „Lubuß, und die veſte lude Wedege van „Wedel unſe Mareſcalk, Henrik van der „Schulenborch, Claws Biſmark, Di„derik Morner probſt tu Bernowe unſe „oberſte Seriver und ander vele guder lude.
XI. A. 1378. 9 nach Pfingſten hat Kaiſer Wenzeslaus Ritterſchaft und Staͤte in der Altmark ihrer pflicht erlaſſen, und ſie an feinen Bruder Sigmund verwieſen: Bekennen, daß wir mit wolbedachtem mut mit rat unſer Fuͤrſten und lieben getre„wen die Burgermeiſter, die Rete und die „Borger gemeinlich der Stete Stendal, „Saltzwedel, Alde und Neuwe Gardale„Be, Tangermunde, Seehuſen, Oſter„burch und Werbyn und alle Ritter und Knechte die darumbe geſeſſen ſejn aller ſul„cher huldungen und gelubden die ſie unß als von der Marck ezu Brandenburg ge:
„tan haben ledige und loß gelaſen, und ha
„ben fie an den hochgebornen Sigismundt Marggrafen czu Brandenburg unſerm nliben Bruder und Fuͤrſten geweiſet und „Wweifen fie auch an yn feine Erben Man;
vnesgeſchlecht mit krafft Dies Briefs.
V Theil der Maͤrk. Ziſt.
Von der Altmark insgemein. 334
Wenn Er ohne maͤnnliche Erben abgienge, ſollte ſein Bruder Johannes Herzog zu Goͤrlitz folgen, ihm dem Wenzeslao aber ſollte ſodann das Herzogthum Goͤrlitz anheim fallen; ſolten beide ohne maͤnnliche erben ſterben, ſo ſolte die Mark wieder an ihn und ſeine erben gelangen. Prag 1378.
XII. Endlich als Kaiſer Sigmund 1412. Friedrich den VI. Burggrafen zu Nürnberg und nachmahligen erſten Churfuͤrſten zu Brandenburg aus der Zolleriſchen Familie zu einem allgemeinen Stathalter, oder wie die worte des Kaiſerlichen Dilomatis lauten, Volmaͤchtiger gemeiner erweſer und Obriſter Hauptmann der Mark Brandenburg eingeſetzet: ſo iſt derſelbe zwar ohne ſonderliches bedenken von den Staͤnden der Mittelmark angenommen worden; die Staͤnde in der Altmark und Prignitz aber haben bei ſich angeſtanden, ſich ſo fort dazu zuerklaͤren, mit dem einwenden, daß dem Hauptmann Ganſen von Potlis, nicht zuwiſſen gethan worden, daß er die Schloͤſſer und Land jemand uͤherantworten ſolte; wuͤrde ſie auch niemand uͤberantworten, es würde ihm dann ſolches mundlich befohlen; dergleichen auch andere von Adel und endlich auch die Staͤte vorgegeben, daß ihnen nicht zuwiſſen gethan worden, daß ſie einigen Hauptmann annehmen ſollten. Welches aber der Kaiſer Sigmund nicht wohl aufgenommen, nnd daher an gedachte Stände, Ritterſchaft und Staͤte, dato Ofen 3 nach Laurentii A. 1412 ernſtlich zuruͤkgeſchrieben, daß ſie ohne einigen fernern verſchub ihn annehmen ſolten: So heiſſen wir „euch noch und aber befelhen und gebie„ten euch allen, und itzlichen Edeln und „Unedeln, Burgern und andern Inwo„nern der Altenmarck und in der Preg„nitze ernſtlich und veſticlich mit dieſem „brief und by unſern hulden und manne euch „ouch ſplicher borgen. huldung true und Eyde „damit Ihr unß als Euerm Rechten Erb„herrn verbunden ſyt, daß Ihr zu hant nach Kangeſichte diß briefs den vorigen Fridrich „fur ewern und der vorgen. Marc Obri„ſten Hopptman und Verweſer, nach „‚Jute der obigen unſer briehe Im darüber ges „geben nach ufnehmen und hulden und Im „ouch alſo gewertig gehorſame byſtendig bes „holfen und beraten fin ſollet, und daß vuch „Ir alle gemeinlich die ſachen mit unſer Erb
„huldung und andern ſtuͤcken als die vorge„nanten eur machtbotten von unß zu Ofen C