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35 Fünfter Theil, J. Buch. I. Kap.
ſchieden noch volenden ſpolet on alles verziehen und wieder ſprechen. Worauf ſich auch die beiderſeitige Staͤnde bequemet. Friedrich aber hat der Stat Stendal, den Dom daſelbſt, und insgemein allen in der Altmarck eingeſeſſenen ihre freiheiten beſtaͤtiget:„Wir Fridrich von Gotes Gnaden, „Burgrave zu Nuremberg, Oberſter Vorweſer der Marcke czu Brandenburg „bekennen und tun kunt offenbare, mit diſem „brieff, allen den die In ſehen n n—
„leſen, daß wir beſtetigt haben, und bheſte„tigen auch mit dieſem brieff unſern lieben „getreuen, den NRademannen, Guldemei„»ſtern und den gemeinen Burgern unſe„rer Stat ezu Stendal die nu ſin und „noch czukommende werden, und den Gotß„Hufe Sand Niclaus daſelbſt czu Sten„dal, und Rittern und Mannen beide Geiſt„lichen und Wertlichen, und allen den, die
„in der Alden Marcke beſeßin ſin und zu
„kommende werden, alle in Rechtikeite alle „ire Freyheite und alle ire gute gewonheite, „und alle ire lehen, und alle ire brieve, die fie „haben uber leben, eygne Erbe, pfantſchaff„te und guter, uber alle ire Fryheite, alle
ire rechtikeite und alle ire gute Gewonheite
„die fie haben von unſern gnedigen bern Ko„nigk Sigmunden und allen Vorfaren „Margraben, Furſten und Furſtynen, ſtete „und gantz ezuhaldende und alle ire rechti„Fente und fryheite nicht zuergernde noch „zu krenckende, ſonder allerley argeliſte. „Mit Urkunde diſes Brieus verſigelt mit „unſerm anhangendem Inſigel der geben iſt „zu Stendal am Montag nach Sant Mer„stenstage, do man zalt nach Chriſtigeburt 1 412.
XIII. In den folgenden jahren hat auch
Churfuͤrſt Friedrich der II. den ehemals erxichteten nexum oder lehnbarkeit der Altmark mit dem Erzſtift Magdeburg aufgehoben. Dann ohwohl dieſe lehne ganz einer andern ahrt von lehnen geweſen, als die gemeine lehne zuſein pflegen, und in der that nur auf einer anwartung auf gewiſſe Länder oder Herrſchaften und verſicherung
des ſchutzes Uber dieſelbe beſtanden, derge
ſtalt, daß wann Otto und Albrecht oder ihre Nachkommen dermahleins abgingen, die ehnſtuͤkken dem Erzbisthum anheim fallen ſolten; die Markgrafen auch ſolches aus einer bloſſen wiewohl unzeitigen froͤmmigkeit gethan haben, ad reconciliandum nobis noſtri Ciementiam Redemptoris pro Ani
marum noſtrarum& Proprie ſalutis pro
Sehuſen/
Von der Altmark insgemein. 36 fectu, wie wir in der Markgrafen Bri
geſehen: ſo iſt es doch dem. che zu nicht geringem nachtheil gereichet, daß ſolche anſehnliche ftüffe, die zubor dem. ben unmittelbahr unterworfen geweſen itz einen naͤhern Eigenthumsherrn haben, un folgends nur mittelbar darunter ſtehen foll ten. Es iſt auch für die Markgrafen geſihr. licher geweſen, welche nicht mehr nach hr
rem gefallen damit umgehen, ſondern auf des Erzbiſchofs einwilligung warten, auch
ſelbigen nie zuwieder fein dürfen, oher ge, waͤrtig fein muͤſſen, daß ſie derſelben ver, luſtig erklaͤret wuͤrden. Hat es alſo Chur, fürſt Friedrich, nachdem er ſich in feiner oberherrſchaft befeſtiget, A, 1449 mit zuzie,
hung feiner. Brüder Johannes, Albrechts
und Friedrichs dahin gebracht, daß ge meldte herhindlichkeit wieder aufgehohen, und gegen uͤbergebung einiger andern ſtuͤlke, di Altmark ſamt den anfangs genannten Stiten und Landen, wieder zu ihrem alten
unmittelbaren Reichs ſtand gekommen, wos
von die worte des bergleichs ſich naͤhſtſtehen der maſſe verhalten: Wir Fridrich Erzbiſchof zu Magdeburgk vor unß, alle unſer Nachkommen und Goteshuß zu Magdeburg, und wir Fridrich des heil. 66 Neichs Erz Tamerer, Johans, Albrecht und Fridrich der Jünger Gebruͤder, alle Marggrafen zu Brandenburgk bekennen offentlichen mit dieſem Brieffe, daß wir alle ſemptlich und beſundern unß mit wolbedachten mute zeitlichen und guten rahte unſer Rhete, Man, nen i. lieben... ad 6. ſprache, anclage und Gerechtigkeit, dien . Fridrich Erzbiſchoff zu Mat, deburgk unſer Nachkommen, Capittel und Goteshuß zu Magdehurgk, gein die genau: ten unſer hern und freunde Ire Erben und Nachkommen Marggraffen zu Branden burgk bon deſſer nachgeſchrieben Güther, Stedte, Schloſſere, Vorwercken,„Sande, Leutten, Gerichten, rechte und inbe hoe n, als nemblichen der Stedte und. Dar delege, Soltwedel, der hitte DE Schloſſes und Burgrechts Calpe ö; aller Zubehör unge de Borwercke! Schloſſern und Burgrechten/ Arnburg/ Oſterburg und Angermünde, Bambiſſen,
Stendal und umb die randenburg, PA we, die Zuche und ire zubehärungen, Hr umb alle andere fache zuſprache und 86 tigkeit, die wir, unſer Capittel und G e.
Newen Stadt zu