Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
37
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hu gein die obgenenten unſer Hern und Freunde, die Marggrafen nnd Irer Herz ſchaft biß uf heute datum dieſes Brieffs ges habt haben, oder mochten haben, und die wir, obgenennter Fridrich der Elter, Jo­hans, Albrecht und Fridrich der Junger Gebruͤder alle Marggrafen zu Branden­burg unſer Erben und Nachkommen, wie­derumb zu dem mehrgenenten unſern Hern und Freunde Erzbiſchoff Fridrichen, ſeinen Capittel und Goteshuß zu Magdeburgk an diſſen nachgeſchrieben Lande, Schloͤſſern, Stetten, Lehen, rechten, Gerechtigkeiten, und Guͤtheren, nemblichen, Wolmerſted­te und Mockern, und umb das Schloß, Vleck und Landt zu Jerichow mit der Voigtei des kloſters darſelbſt, das Schloß und Stadt Sandow, die Schloſſe und Vlecke Milow, Buckow, Alvenſchle­ben, Angeren, Aldenhuſen und Plate, und die Lehen der Herſchafft Wernigerode, und auch der Schloͤſſer Wulfsberg und Rogeze mit allen und Iglichen Iren zugehoͤ­

rungen und dreißig Brandeuburgiſche Mark

ſilbers In der Orbote zu Havelberg und umb alle andere ſache, zuſprache und Ge­rechtigkeit die wir und unſer herſchaft gein den genenten unſern hern und freundt den Ertzbiſchoff ſein Capittel und Goteshuß zu Magdeburgk biß uf heute datum dieſes Brieffs gehabt haben, oder gehaben mochten, gentzlichen gutlichen und freundlichen und Vortragen haben in diſſer nachgeſchriebe⸗˖ ner Wiſe, daß wir obgenennter Friedrich Ertzbiſchof zu Magdeburgk, fur unß und un­ſer Nachkomen mit willen wiſſen und vol­bort unſers Capittels den gnanten Marg­graffen und Iren Erben ufgelaſſen haben die Lehen und Gerechtigkeit die wir und unſer Goteshuß zu Magdeburgk an der Graſſchaft Stadt und Schloß Wernigerode mit irer

Zugehoͤrungen bißhero gehabt haben, oder gehaben möchten, und haben den Edlen Wol­

gebornen Graffen, Bothen zu Stolberg und Hern zu Wernigerode und ſeine Menliche Lehens⸗Erhen mit ſollichen lehene an die gemeldten unſern hern und freunde die Marggrafen zu Brandenburg und Ire Erben und Nachkommen gewißen, die von obgenanten Marggrafen und unſer Erben und Nachkommen, wie oft des Nodt ſein wirdt zu Menlich Lehne damit beliehen ſul­len und wollen ohn gefehrde; Auch umb die Herſchaft Moͤckern, ſollen noch wollen wir mehrgenanten Marggraffen und unſer Er­

ben und Nachkomen den vorgnanten unſern

V. Theil der Mark. Hiſt.

37 Faͤnfter Theil, J. Buch. I Kap. Von der Altmark ins gemein. 38

hern und freuͤndt von Magdeburgk, feine Nachkomen, Capittel und Goteshuß zu Magdeburgk noch Ir landt und leutte dar­umb nicht fehden, noch dem Edlen, wohl­gebornen Graffen Albrecht von Lindow Hern zu Ruppin feine Erben und Nach­komen oder andern den Unſern das zuthunde geſtatten in keine weiß, ſundern werden es das Stück der vorgnante unſer Her und Freundt von Magdeburgk und ſein Capit­tel zu Magdeburgk mit unß Marggraffen zu Brandenburgk unſer Erben und Nachkomen dem gnanten Graffen bon Lindow Hern zu Ruppin und feinen Erben darumb in freund­ſchaft nicht vortragen kuͤnten. So ſoll das damit ſtehen, uffrecht und in rechte durch Scheides Richter, die wir Ertzbiſchof und Marggrafen vorgenant oder unſer Nach­komen oder Erben an beiden theilen darzu

kieſen ſollen und wollen, geſchieden werden,

doch alſo daß die Verwilligung und Receſs, die zwiſchen unſer Vorfarn Ertzbiſchof Gun­ther ſeligen, dem Capittel zu Magdeburgk und dem ergnandten Graffen von Lindow Hern zu Ruppin durch den Hochgebornen Graffen Adolfen, Fuͤrſten zu Anhalt der Sach halben beſprochen iſt, bi macht bleibe und dem nachgekomen werde, und ſulche

Sachen binnen den negſt komen zweien Ja­

ren nach datum deß Brifs zu endtlichen uß­trage komen, und welch theil daran daß ſul­che ſache binnen zweien Jahren borberurtt nicht zu Ende und ußtrage, beruchſam wuͤr­de ſol der Gerechtigkeit die ehr an Moͤckeren meintt zu haben verfallen fein. Würde auch der vorgnanten Scheidesleutte einer oder mehr ehr dan die Sache vorgedacht umb Mecke­ren zu Ende und austrage keme von todeß­wegen abgehen, oder ſich der Sach erkent­nus nicht annehmen wollen, ſo ſoll man an beiden Seiten ander Schiedesleutte in des, oder der verſtorben, oder die Sich der Sachen nicht annehmen wolten, ſtede kieſen; Fur­der umb die zo Mark in der Orbets zu Ha­velbergk wollen wir vielgnandte Friedrich Ertzbiſchof zu Magdeburgk, unſere Nach» komen, Capittel und Goteshuß zu Magde­burgk den vbgenandten unſern hern und freuͤnden von Brandenburgk Iren Erben und Nachkomen gennen und zuſtatten, daß ſie die bon unß Ertzbiſchoff Friedrich oder un. fer Nachkomen und Goteshuß zu Magde­burgk, umb ſolche Summa Geldes als uns ſes Vorfarn Er tzbiſchoff Otten ſeligen ver­ſiegelt Brief, wen ſie den vorbringen wer­den, inne holt; So furder ſie das an den C 2 Biſchoff