Agrönomisches. 37
sache deckenden Gewinn und durch die Lockerung des festen Untergrundes eine Erhöhung des Bodenwerthes. Bei dem bevorstehenden Bau der Chaussee Havelberg-Kyritz wäre Gelegenheit zur Verwerthung der Geschiebe gegeben und verspricht deren Ausgrabung auf den Hochflächen der Umgebung von Breddin, Stüdenitz und Grenitz lohnenden Erfolg.
Die sandige Oberkrume dieses Bodens ist— wie aus den Analysen im Anhange ersichtlich— mit Nährstoffen nur dürftig ausgestattet und finden sich im Salzsäureauszug an:
Kali, 7 0,001—0,107 pCt. Phosphorsäure 0,008—0,069» Kalk.;.0,029-—0,642>» Stickstoff.. 0,093—0,141>»
Sein Humusgehalt schwankt zwischen 0,836—1,381. Die wasserhaltende Kraft im Feinboden (unter 2 Millimeter) zwischen 29,51—41,49 Vol.-pCt. und 17,47—28,47 Gewichts-pCt. Die Aufnahmefähigkeit für Stickstoff zwischen.... u. 0. 1, 28,68—50,12:c0cm und 0,030—0,064 g.
Der Gehalt an Nährstoffen im Mergel des Untergrundes übertrifft denjenigen der Oberkrume und fanden sich beim Aufschliessen mit Flusssäure:
Kohlensaurer Kalk.. 5,691—16,332 pCt. Kali........ 1,521— 2,836.» Phosphorsäure..... 0,661— 0,219»
Hiernach könnte es scheinen, als wenn dieser Boden von Natur aus einen beinahe unerschöpflichen Vorrath an Nährstoffen besitzt, ein Ersatz des durch die Vegetation entzogenen nicht erforderlich und durch den Anbau tiefwurzelnder Futterkräuter das Mittel für den Nährstoffersatz gegeben sei. Berechnet man allerdings auf Grund ‚obiger Analysen, welche Nährstoffmengen in einer nur etwa metertiefen Schicht aufgespeichert sind, so würden diese den Bedarf der Pflanzen davon für sehr lange Zeiträume