Heft 
Band 10
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170 Aktuelles aus der Staatlichen Vogelschutzwarte

lich des Schutzes einzubeziehen sind. Für den Individuenaustausch zwischen den drei letzten großen Einstandsgebieten(Havelländisches Luch, Belziger Landschaftswiesen und Fiener Bruch) konnte eine größere Frequenz ermittelt werden als bisher angenommen wurde, Wichtige Schlussfolgerungen ergeben sich für die Freihaltung der regelmäßig genutzten Flugwege, konkret für die Windkraftplanung. Bei Wahrnehmung von Großtrappen sollte also auf Farbringe geachtet werden. Zusätzlich ist auf jeden Ring eine auf Distanz ablesbare Zahl oder ein Buchstabe eingraviert, der eine individuelle Ansprache erlaubt. Da immer wieder Großtrappen gemeldet werden, deren Zuordnung sich im Nachhinein als unmöglich erweist, obwohl sie vielleicht beringt waren, ergeht hier die Bitte, bei Beobachtungen an Großtrappen auf eventuelle Ringe zu achten und solche Beobachtungen zu melden. Dabei sollte auch notiert werden, ob sich der Ring rechts oder links befand und dieser ggf. abgelesen werden. Dabei dürfen die Tiere nicht beunruhigt oder vertrieben werden. Nachfolgend eine Übersicht über die bisherige Markierung in Buckow aufgezogener und(überwiegend) in Belzig ausgewilderter Jungtrappen.

Jahr Ringfarbe ausgewilderte davon bis Folge­Jungtrappen frühjahr überlebt

1998 silber 16

1999 gelb 15

2000 grün 12

2001 blau 22

2002 rot 19

Nachdem im letzten ABBO-Rundbrief u.a. über vier angeschossene Seeadler berichtet werden musste, gab es Anfang März 2003 nun den ersten Fall eines Abschusses in Brandenburg . Der Befund ist nach Angabe von 0. Krone(IZW Berlin) zweifelsfei, wenngleich das Projektil möglicherweise aktiv entfernt wurde, Reste von Blei entlang des Schusskanals sind jedoch im Röntgenbild klar erkennbar.

Die Vogelschutzwarte ist zu erreichen über

Postadresse: Dorfstraße 34 in 14715 Buckow/Nennhausen

Telefon: 033878-60257

Fax: 033878-60600

e-mail: torsten.langgemach@lua.brandenburg.de

oder über die Außenstellen in Baitz (033841/30220) und am Rietzer See(033207/51271).