Heft 
(2000) 10
Seite
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systeme, Wissensdarstellung und-verarbeitung, logische Programmierung, maschinelles Lernen, Programmier­techniken der Künstlichen Intelligenz, Programmsynthe­se, neuronale Netze, intelligente Agentensysteme, Com­puterlinguistik, Kommunikation in natürlichen Sprachen, Übersetzung natürlicher Sprachen, Robotik, Anwendun­gen der Künstlichen Intelligenz.( Informatik­Fachzuordnung: Angewandte Informatik)

11. Themenkomplex ,, Graphische und multimediale Systeme": Es werden Methoden der Verarbeitung von Information, welche in unterschiedlichster Form gegeben ist, und ihre Umsetzung in verschiedene Informations­medien behandelt: z.B. Computergraphik, CAD- Systeme, Bildanalyse, Robotik, Bildübertragung, Bildkompression, Computervision, Animation, Visualisierung, Anwendun­gen graphischer Systeme, Tonverarbeitung, Multimedia­technik.( Informatik- Fachzuordnung: Angewandte In­formatik oder Technische Informatik)

12. Themenkomplex ,, Informatik und Gesellschaft": Es wird die Wirkung der Informatik im Kontext der Ent­wicklung der Gesellschaft und die Stellung des Informa­tikers, seine Aufgaben und seine Verantwortung in der Gesellschaft behandelt: z.B. Ethische Fragen der Infor­matik, Datenschutz, Informatik und das Recht, Rationali­sierung in der Industrie, Ergonomie, Urheberrecht, Wis­senschaftstheorie.( Informatik- Fachzuordnung: Human­wissenschaftliche Informatik)

13. Themenkomplex ,, Didaktik der Informatik": Es werden Methoden zur Vermittlung von Kenntnissen aus dem Bereich der Informatik erlernt; derartige Methoden werden sowohl im Bereich der Schule wie auch in der Industrie( z.B. Einweisung von Kunden) benötigt: Didak­tik der Informatik für die Schule, Demonstration von Informatikmethoden, Demonstration von Systemarchi­tekturen, rechnerunterstützte Lehre, Lehre durch Teleprä­senz.( Informatik- Fachzuordnung: Humanwissenschaftli­che Informatik)

Ferner gehört zum erfolgreichen Informatikstudium die Fähigkeit, mit mathematischen Gegenständen umzugehen und Methoden der Mathematik anzuwenden. Der zuge­hörige Themenkomplex ist folgendermaßen umschrieben:

14. Themenkomplex ,, Mathematische Grundlagen": Hauptinhalt sind Teilgebiete der Mathematik, die für die Informatik oder die Softwaresystemtechnik als Werkzeu­ge oder Methoden bedeutsam sind. Dabei werden insbe­sondere mathematische Methoden des Beweisens und Modellierens gelehrt: z.B. Mathematik für Informatiker und Softwaresystemtechniker, Logik, wissenschaftliches Rechnen, Numerik, Computeralgebra, Visualisierung wissenschaftlicher Daten.( Informatik- Fachzuordnung: keine oder keine feste)

§ 5 Zuordnung von Lehrveranstaltungen zu The­menkomplexen und Themenkomplexen zu Fä­

chern

Typischerweise sind einem Themenkomplex mehrere Lehrveranstaltungen oder Themen zugeordnet. Wegen der Dynamik des Fachs Informatik wird die Liste der Themenkomplexe und die Zuordnung von Lehrveranstal­tungen oder Themen zu Themenkomplexen jeweils sinn­gemäß modifiziert. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass Lehrveranstaltungen, womöglich sogar mit dem selben Titel, mehreren Themenkomplexen zuzuordnen sind. Es ist ebenfalls nicht auszuschließen, dass Informa­tiklehrveranstaltungen angeboten werden, welche in dieser Themenliste nicht auftreten und die dann im Ein­zelfall zugeordnet werden. Auskunft dazu gibt die jeweils aktuelle Studienberatungsinformation des Instituts für Informatik.

§6 Betriebspraktikum

( 1) Ein Leistungsnachweis kann durch ein Betriebsprak­tikum erbracht werden. Ein Betriebspraktikum ist eine Vollzeittätigkeit im Informatik- Umfeld in Industrie oder Verwaltung. Sein Ziel ist berufsrelevante Erfahrung in das Studium einzubeziehen. Das Praktikum wird durch einen institutsöffentlichen Bericht( in der Regel einen Vortrag) und je einen schriftlichen Bericht der Studieren­den und des Betriebs abgeschlossen.

( 2) Die typische Dauer eines Betriebspraktikums beträgt zwischen acht und zwölf Wochen. Bei dieser Dauer wird es mit drei Leistungs- und Belegungspunkten angerech­net. Über längere Laufzeiten und ihre Anrechnung ent­scheidet der Studienausausschuss auf Antrag des Studie­renden. In der Regel können nicht mehr als neun Leis­tungspunkte durch ein Betriebspraktikum erbracht wer­den.

( 3) Die Planung des Praktikums erfolgt gemeinsam durch die Studierenden, den Betrieb und das Institut für Infor­matik. Um die Relevanz des Praktikums für das Studium zu sichern, muss jedes Praktikum einzeln vom Studien­ausschuss oder seiner/ m dafür Beauftragten aufgrund des vorgelegten Plans genehmigt werden. Dabei sollten die aus dem Praktikum zu erwartenden Erfahrungen für das weitere Informatikstudium relevant sein.

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Teil 3 Bachelorstudium( ,, Undergraduate Program")

§ 7 Ziel des Bachelorstudiums

Der Bachelor- Grad in Informatik( Bachelor of Sciende in Computer Science) stellt einen ersten berufsqualifizie­renden akademischen Abschluss dar. Dieser Abschluss bereitet die Absolventinnen und Absolventen darauf vor,

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