Heft 
(2002) 3
Seite
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( 2) Die Aufnahme des Studiums erfolgt nur zum Win­

tersemester.

§3

Regelstudienzeit, Studienaufbau

( 1) Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester.

( 2) Das Studium gliedert sich in das viersemestrige Grundstudium und das fünfsemestrige Hauptstudium, das die Zeit für die Absolvierung der Diplomprüfung mit einschließt. Der zeitliche Gesamtumfang des Stu­diums beträgt in der Regel 160 Semesterwochenstun­den( SWS). Davon entfallen 16 SWS auf ein wahlwei­se obligatorisches Vertiefungsfach( vgl.§ 7), weitere 16 SWS sind für das freie Studium vorgesehen. Die Lehrveranstaltungen des freien Studiums sind nachzu­

weisen.

( 3) Im Grundstudium gewinnen die Studierenden Wis­sen und Fertigkeiten in den mathematisch- natur­wissenschaftlichen und geowissenschaftlichen Grund­lagendisziplinen. Außerdem erfolgt eine Einführung in Techniken und Methoden der Geoökologie.

( 4) Im Hauptstudium werden Inhalte geoökologischer Disziplinen vermittelt sowie methodologisches Wissen für die eigenständige Bearbeitung geoökologischer Probleme im Hinblick auf den späteren Berufseinsatz erworben.

( 5) Praktika werden vor allem während der vorlesungs­freien Zeit durchgeführt. Sie sind Bestandteil des Grund- und des Hauptstudiums.

( 6) Während des Hauptstudiums ist ein außeruniversi­täres Berufspraktikum in fachnahen Institutionen( Be­hörden, Instituten, Betrieben, Planungsbüros etc.) von mindestens zwei Monaten abzuleisten. Dabei könne vorab geleistete Praktika bis zur Hälfte des geforderten Umfangs angerechnet werden.

( 7) Das Grundstudium wird mit der Diplom­Vorprüfung abgeschlossen, das Hauptstudium mit der Diplomprüfung.

§ 4

Nachweisformen für Studienleistungen

( 1) Testate werden für Vorlesungen erteilt. Sie erfolgen in der letzten Vorlesung und werden im Studienbuch vermerkt.

( 2) Einen entsprechenden Seminarschein bzw. Übungs­schein erhält, wer für mindestens 80% der Veranstal­tungsreihe eine Teilnahme nachweisen kann und wäh­rend der Veranstaltungen sein grundsätzliches Wissen durch schriftliche( Beleg usw.) und/ oder mündliche ( vorbereitete Diskussionsbeiträge usw.) Leistungen bestätigt hat.

( 3) Leistungsscheine integrieren eine individuelle Leis­tungsprüfung

-

durch eine Klausur von mindestens 90 min Dauer oder

- durch eine eigenständige Praktikumsarbeit oder

- durch eine Projektarbeit oder

- durch eine im Seminar vorgetragene und diskutierte schriftliche Arbeit.

§ 5 Studienziele

( 1) Die Inhalte im Studiengang" Geoökologie" sind insbesondere auf folgende mögliche berufliche Tätig­keitsfelder ausgerichtet:

- Umweltschutz;

- Landschaftsplanung;

- Landschaftspflege und Naturschutz;

Umweltverträglichkeitsprüfung und Umweltberatung;

- Geoökologische Beratung;

- Entsorgungswirtschaft;

- Altlastenerkundung und-sanierung;

- Entwicklungshilfe;

- geoökologische Vorsorgeforschung: Entwicklungs­strategien für ländliche und urbane Räume.

( 2) In der wissenschaftlichen Ausbildung, die zugleich grundlagen- und( betont) berufsbezogen angelegt ist, werden als Studienziele angestrebt:

Wissen und Fähigkeiten in den naturwissenschaft­lichen Grundlagendisziplinen als Voraussetzung für das Studium der geoökologischen und der geowis­senschaftlichen Fächer bzw. Lehrinhalte;

- umfassende Kenntnisse und methodische Fertigkei­ten in den geowissenschaftlichen Disziplinen;

- vertieftes Wissen in den allgemeinen und angewand­ten geoökologischen Disziplinen unter Berücksichti­gung globaler, regionaler und lokaler Betrachtungs­weisen;

- Kenntnisse über raumbezogene Planung und Informa­tion unter Einbeziehung anthropogeographischer Problemfelder in den Wechselbeziehungen Mensch;

- Umwelt, die entscheidende Wirkungen besitzen;

- methodologisches Grundwissen in der Theorienbil­dung der geoökologischen Disziplinen;

- Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Metho­den und Techniken geoökologischer Forschung für die Datengewinnung und für die statistische compu­tergestützte Datenverarbeitung.

§ 6

Studienbestandteile

Bestandteile des Studiums sind:

I.

Techniken, Methoden und wissenschaftstheore­tische Grundlagen der Geoökologie aus den Be­reichen Kartographie, Geofernerkundung, Geo­statistik, Informatik, Geoinformatik/ Raum­bezogene Aufbereitung von Daten und Model­lierung

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