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Schulzen hier, wie in den Herrschaften Bceskow und Stör» kow entstanden scyu mögen.
Eine andere Art von Lehnbauern, wie die eben er» wähnten, waren z. B. die Bewohner des Dorfes Quaden- Dambek in der Altmark. Das Dorf enthielt nach dem Landbuche eine Feldmark von 13 Hufen, welche die Bauern abgabenfrei befaßen mit 11 Stück Einkünften. Nur das Kloster Dambek besaß hier eine geringe Hebung, die wahrscheinlich einen Zehnten vergütete. Außerdem hatten die Bauern die Bede zu entrichten; die Edlen von Schulen- burg hatten über sie das obere Gericht und die Lehns-- Herrlichkcit, welche bloß durch die Lehnware, die diese Bauern ohne Zweifel entrichten mußten, ein einträgliches Recht war'). Ein Fall dieser Art von Bauernfreiheit, deren eilt ganzes, wenn auch nur kleines Dorf genoß, findet sich jedoch auch im Landbuche der Mark Brandenburg nicht zum zweiten Male, und von eigentlichen Lehn bauern giebt es darin weiter überhaupt nur sehr einzelne und unbestimmte Nachrichten; obgleich es deren, hauptsächlich in der altmärkischcn Wische, bis auf die neueste Zeit mehrere gab.
Ein Freibauer ohne Lehnsverhältniß ist nach Wohl, brück aus dem Landbuche von 1375 nur bei dem einzigen
t) D/rmbeäs babet XIII. manLns ^U03 villaui ibi-
Nciu badent liliei-o» curn XI. kruüti» reNNituuin. Xlonasteriurn Daiubeb badet idi I eboruin »iligiuis et III talenta et vuu» rusticus I. Quartale et X. »vliNa» Neuarioruin levium. Dank ^recariani ^ro VII Irudti» Nicki» Ltargaräeu ciuibu» iu 8o1trve- »iel -viNelicet II krusta ab illi» Ne 8cbuleuburg. Isti Ne 8cbu- leuburA Iiadeut ibi su^reruuur et ill,r t'llrticot.
Landbuch S. 2V7.
2) Hiezu gehört die Nachricht bei dem Dorfe Klädcn —^ lobaune» bucbbolt badet ibi III krusta in curia Heurici Xlbi, et iäer» llenrieu» Xiiku» lkabet III Irusta ab «o tu Land buch S. 251.