im Lande Stargard, war es auch zur Bewachung von Grenzfesten und Landwehren an den Kreuzwegen verpflich« tet'). Im Barnim, dem Ukerlande und im Lande Star« gard findet sich die Verpflichtung der Bauern zum Neubau, und zur Unterhaltung von Brücken dicnsithuend beizutragen-), welches den Hüfenern immer mit ihrer Anspannung oblag.
Die sonstigen Dienste, wozu die märkische» Bauern allgemein verbunden waren, wurden nur in Bezug auf das Kriegswesen, entweder zur Landesbefestigung oder zu einen» Feldzuge gefordert, und jener daher der Burgdicnst oder- bas Burgwerk, dieser der Heerdienst genannt. Ihr Maaß konnte ursprünglich kein bestimmtes seyn, da stch nicht im Voraus bestimmen ließ, wo neue Burgen errichtet werden mußten, wie sehr alte der Ausbesserung bedürfen, und wie viel Feldzüge nothwendig seyn würden: in welchen Fallen, wie oft es auch war, der Landmann den ihm ob-
1) Im Jahre 12S8 befreite Markgraf Albrecht III. die Bewohner Nemerow's bei Neubrandenburg davon, daß sie — aä cu- ttociienäa ^nmpugiracuta vsl nt viarunr trairZitus, gur Uutgo I-an-Ivvere clicuntnr. nec,,io cts certn tenebuntur. Buchholtz Gssch. Thl. IV. Urk. S. 135.
2) Markgraf Alb recht III. befreite 1285 die Bewohner des
Dorfes Gnewiz z» Gunsten des Johanniter-Ordens — ab omni — angarla, ^erangaria, cou»tructions nrbiuiv seu inuni-
trcmnrrc et generaliter ab ornili exaetions. Gereken'ö Loct. clixl. 8r. V. III. x. 82. Im Jahre 1226 ward Mir VW demselben Orden vereignet mit den «ervitlis, guae vulgo Lorelireerle er Lriiggevrerli. Iiominantur. Buchholtz a. a. O. S. 61. Und in einer Urkunde von 1258 werden die Iheils im Ukerlande, theils im Barnim belegenen Besitzungen des Klosters Chorin befreit — ak omirr exactione et ^etitione, et cxpeclitione <^ue Ilerselrilcl vo- eatur, a construetione castrorunr »en Zentrum seu icstauratione eorunclem et a .lervitio gunä Lorclr6ieae8t clieitur. Gereken a. a. O. 1. II. p. 401.