liegenden Dienst leisten mußte, den inan im Ganzen den Wagcndienst, im Gegensatz zum Wappendicnste der Edlen und dem Kosterdienste der geringem Landleute, hieß. Wurde er nach geschehener Aufforderung nicht geleistet, so verfiel der dazu verpflichtete Bauer in eine Strafe von 10 Schillingen >).
Der Burgdicnst war an eine bestimmte landesherrliche Burg geknüpft; in der Altmark ward er gewiß nach der Eintheilung des Landes in Burgwarten geleistet; aber auch jenseits der Elbe war es immer ein bestimmter Distrikt, dessen Bewohner diesem oder jenem Schlosse den Burgdienst zu leisten hatten. So behielt der Markgraf Albrecht H im Jahre 1209 von den Unterthanen des Bisthumes Brandenburg die Leistung des Burgdienstes dem Schlosse vor, in dessen Distrikte die gedachten Kirchengüter gelegen wären ^). Aber frühzeitig wurde derselbe auch an geistliche Stifter in der Form veräußert, daß die Mark- Grafen sich des Rechtes der Forderung dieses Dienstes von ihren Hintersassen begaben. Schon im Jahre 1184 erließen sie ihn dem Kloster Arendsee^), und für die Stifts- Untcrthanen Brandenburgs ward er 1238 darauf beschränkt, daß diese nur den Thcil der Burg Brandenburg im Stande zu erhalten verpflichtet seyn sollten, der dem Stifte selbst angchörte^). Den Stiftsunterthanen des Klosters Chorin
1) Vgl. S. 173. Note 2.
2) Nomines ccclesiae sU omni servitio liberos esse et Per
petua livertate gauckere poriuittlmu» excepta Lckvocatia et com- nittnr aeckiüc-itione castri, 8uU ^uo Uoua ecclesiae sita sunt. Gercken's Stistshist. S. 407. -
3) Das Kloster sollte seine Dörfer besitzen — cum Lurcli^verle et petitionikus et expockitionilnis. Buchholtz a. a. O. S. 29.
4) — reuuntiaverunt aävocatie tolaliter lVlarcliiones. 8i
vero uivem Lrauckenvurg inunienckaru esse contiZerit, ecclesia per Iiomines suos tautui» locum partis suae munlet et llrma- bit. Gercken's Stiftshlstor. S. 450. ,