Zeitschriftenband 
Theil 2 (1832) Beschreibung der politischen und kirchlichen Verhältnisse der Mark Brandenburg
Entstehung
Seite
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lieh 27 Käse und 10 Schock Leinen'); ein anderes Dorf gab bloß eine Kuh°). Die zum Schlosse Saarmund ge» hörigen Dörfer mußten dem Markgrafen um Martini 5 fette Kühe für die Küche, 2 Schock Küken und 9 Schock Eier liefern 2 ). Im Lande Sternberg gaben die größeren Dör­fer als Fleischzehnten ein jedes jährlich 2 Hammel, 1 oder 2 Kälber und 2 junge Ziegcnböcke, und kleinere Dörfer lieferten 2.Hammel, 1 Kalb und 1 Böckchen *). Hier ent­richtete ein anderes, kleineres Dorf auch Hammelgeld, und zu Bedingen in der Altmark wurden nach dem Landbuche Ferkel Pfennige entrichtet'), worunter ohne allen Zweifel nichts Anderes zu verstehen ist, als eine Vergütung des Fleischzchnten in baarem Gelbe, so wie in Lebusischen Dör­fern. Ochsengelder gezahlt wurden. Auch die Flachs- Pfennige, welche nach dem Landbuche die Bauern zu Witbrictzen und Fixsdorf in der Zauche und zu Güntcrs- berg in der Ukermark entrichteten«), waren, wenngleich das Landbuch nicht öfter gleiche Abgaben erwähnt, und nirgends wirklicher Flachslieferungen gedenkt, sicherlich derselben Art, indem ein Flachszehent an allen Orten üblich war; beson­dere Umstände scheinen aber die Veranlassung dazu gegeben zu haben, daß er hier, von dem sonstigen Feldzehent getrennt war, wie wir es auch bei dem Dorfe Umfelde gesehen ha­ben, wo er mit dem Fleischzehent verbunden ward. Da es üblich war, daß die Pfarrer an aller Art von Zehent- Einnahme in geringem Maaße Theil hatten; so entspann

sich

1) Beckmann's Beschr. d. M. Br. Thl. V. B. I. K. X. Sp. 167.

2) Beckmann a. a. D. Sp. 111.

3) Landbuch S. 8. und 23.

4) Wohl brück Gisch, v. Lebus Thl. I. S. 211. - .

5) Landbuch S. 231.

6) Landbuch S. 112. 113. 196.