III. Die geognostischen Verhältnisse. 29
5 Fuss breiten und 12 Fuss langen Raume vier 12 bis 2 Zoll starke Gypsschichten, von einer 5ten durchkreuzt, gefunden und 80 Schubkarren Gyps gefördert. Die Gewinnung wurde aber wegen des Einfallens und der Zwischenlagerung von+ bis 1 Fuss starken verwitterten„Kalksteinschichten“ schwierig und daher noch in demselben Jahre eingestellt. Mit einem Bohrversuch wurden indess im Jahre 1805 zwei Gypslager erbohrt, von denen das obere 3 Fuss 4 Zoll mächtig war. Zu weiterer Untersuchung sank man 1818 einen 6 Lachter (1 Lehtr.= 80 Zoll) tiefen Schacht ab, worin im 4ten Lachter mehrere Strahlgypslagen von 1 Zoll Stärke im Thon gefunden wurden, ‚im sten und 6ten Lachter der letztere mehr und mehr in Gyps überging. Man fuhr daher streichend eine Strecke auf und versuchte den Abbau; da der Gyps indess sehr thonig war und zerfiel, wurde derselbe wieder eingestellt. Auch in 20 Lachter nordöstlicher Entfernung fand man in einer Tagesstrecke nach 10} Lachter Sand blauen Thon, wechselnd mit blauem Kalkstein und mit einem bei 12} Lachter Streckenlänge angesetzten Bohrloch in 34 Lchtr. Tiefe zwar Gyps, aber von gleicher schlechter Beschaffenheit. Endlich wurden bis zu einer Entfernung von 55 Lachter südwestlich und 20% Lchtr. nordöstlich vom Schacht im Streichen 10 Bohrlöcher 2 bis 5 Lachter tief niedergebracht, welche indess nur Sand durchteuften. Dagegen wurde der Gyps in den 50er Jahren in Folge von Ausgrabungen bei dem Eckhaus am Fusswege nach den Hinterbergen wiederum beobachtet; ein 1857 hinter dem Hofe des ‚ersten Nebenhauses ange
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setztes Bohrloch(16 der Karte) durchsank indess nur 54 Fuss Sand und 84 Fuss blauen Letten. Ein Versuch hinter dem Garten des dritten Nebenhauses(1857) zeigte:
im Schacht: 5 Fuss 6 Zoll Sand,
3 4 877„. blauen Thon, 8„—-»„ grauen Letten mit 1 Fuss 2 Zoll starken Gypslagen, im Bohrloch: 15„—„blauen Thon, 6.»—<„. desgl. mit: 1. Zoll. Gyps; 9„— blauen Thon, 9,-—".desgl. mit 1 Zoll‘ Gyps; 80 blauen Thon,
46 Fuss 9 Zoll;